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Die belgische Bahn verstärkt ihr Zugangebot an Wochenenden, nach Mitternacht und im Brüsseler Vorortnetz

Die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB wird ihr Angebot bis September 2026 um 2 % erweitern. Dies wird in zwei Phasen erfolgen, wobei die ersten Anpassungen schon beim Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 umgesetzt werden. Ab dann werden mehr Züge auf den Nahverkehrs- und Vorortlinien S1, S2, S3, S4, S5 und S7 verkehren und die Bahn wird auch mehr IC-Züge aus Brüssel in Richtung Lüttich, Löwen und Charleroi einsetzen. Auch im Bahnverkehr zwischen Deutschland und Belgien wird das Angebot verstärkt, nicht zuletzt durch die Deutsche Bahn.

Andreas Kockartz
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Die NMBS verstärkt ihr Angebot vor allem am Wochenende, spät abends und im S-Bahn- und Vorstadtnetz rund um Brüssel. Dies gab NMBS Transportdirektor Koen Kerckaert im parlamentarischen Mobilitätsausschuss bekannt. Ab dem 14. Dezember 2025 werden beispielsweise am Freitag- und Samstagabend zusätzliche Spätzüge von Brüssel und Antwerpen fahren - teilweise bis weit nach Mitternacht. Damit sollen die Fahrgäste die Möglichkeit bekommen, später z.B. nach einem Ausflug oder einem Konzert- oder Theaterbesuch mit dem Zug nach Hause zu fahren.

Diese Züge werden auf der S1-Verbindung zwischen Brüssel und Antwerpen und auf der S2-Verbindung zwischen 's-Gravenbrakel, Brüssel und Löwen verkehren. Ab Dezember wird auch das Angebot der S4 (zwischen Aalst und Brüssel-Luxemburg) an Wochentagen verdoppelt, ebenso wie das der S7 zwischen Halle und Vilvoorde über den ÖPNV-Knotenpunkt Delta. Die S4 wird dann allerdings vom Bahnhof Brüssel-Luxemburg aus fahren, anstatt aus Richtung Mechelen. Auch der Betrieb der S3 und S5 wird in der Region Brüssel verstärkt und es wird einen zusätzlichen P-Zug (Pendlerzug in den beruflichen Stoßzeiten) nach Dendermonde geben.

Wochenend-ICs

Am Wochenende werden auch mehr Züge zwischen einigen Großstädten verkehren. Zwischen Charleroi und Brüssel sowie zwischen Lüttich und Brüssel wird das IC-Angebot von einem auf zwei Züge pro Stunde und Richtung verdoppelt. Der neue IC-Zug zwischen Lüttich und Brüssel wird auch den Flughafen Brüssel anfahren. Löwen erhält einen dritten IC-Zug pro Stunde von und nach Brüssel, zusätzlich zu den beiden bestehenden IC-Zügen. Die Änderungen sind bereits in den Reiseplaner bzw. in, die App der NMBS aufgenommen worden.

Wachstum

Die Neuerungen bilden den letzten Teil des Verkehrsplans 2023-2026 der NMBS. Dieser sah ursprünglich eine Steigerung des Angebots um 7 % vor, aber dieses Ziel wurde im vergangenen Jahr auf 5 % nach unten korrigiert. Das Ziel, das Angebot zwischen 2023 und 2032 um 10 % zu verstärken, bleibt jedoch bestehen.

Die belgische Eisenbahngesellschaft hat inzwischen mit den Vorbereitungen für den nächsten dreijährigen Verkehrsplan für den Zeitraum von Dezember 2026 bis Ende 2029 begonnen. In dieser Hinsicht ist die NMBS allerdings etwas weniger ambitioniert: Angestrebt wird eine Angebotserweiterung von rund 2,5 %.

„Wir wollen auf vernünftige Weise wachsen, wo wir das größte Potenzial sehen, um das von uns angestrebte Passagierwachstum zu erreichen”, so NMBS-Transportdirektor Koen Kerckaert. Dabei wies er auf eine Reihe wichtiger Voraussetzungen hin: Die Abhängigkeit von der bestehenden Kapazität auf der Schiene und die Verfügbarkeit von Personal und Material. „Die letzten Jahre waren in dieser Hinsicht nicht einfach”, sagte er.

Neue DB-Verbindungen zu Urlaubszielen auch in Belgien

Vor allem Touristen werden sich freuen: Die Deutsche Bahn fährt ab Dezember häufiger aus Nordrhein-Westfahlen nach Belgien, wie der WDR vor einigen Wochen schon meldete. Zwischen Brüssel, Aachen und Köln fahren dann alle zwei Stunden ICE und das nicht wie bisher nur im Sommer, sondern ganzjährig. Aus Köln können deutsche Urlauber ab dann ohne Umstieg bis zum Brüsseler Flughafen in Zaventem (Flämisch-Brabant) fahren. Außerdem sollen ab September 2026 auch Züge aus NRW bis nach Antwerpen in durchfahren.

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