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Inland
Wirtschaft

Soziale Unruhen bei IKEA in Belgien: Geschäft in Lüttich geschlossen - Mitarbeiter in Gent, Mons und Anderlecht protestieren

Rund 20 Mitarbeiter von IKEA Gent (Foto unten) haben am Mittwochmorgen ihre Arbeit niedergelegt. Dies meldete die sozialistische Angestellten-Gewerkschaft BBTK. Die Mitarbeiter streikten gegen die zu hohe Arbeitsbelastung und gegen den Personalmangel. Auch in anderen Geschäften gibt es Gewerkschaftsaktionen. 

Andreas Kockartz
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IKEA in Lüttich blieb am Mittwoch sogar geschlossen. „Auch hier sind die Mitarbeiter mit den Sparplänen der Unternehmensleitung nicht einverstanden“, sagte Katrien Degryse von der BBTK gegenüber VRT NWS: „Kollegen, die gehen, werden nicht ersetzt. Das sind wir leid, vor allem, wenn man sieht, dass der Laden jedes Jahr schöne Gewinne macht.“

Die Mitarbeiter, die in Gent streiken, arbeiten im Bereich Logistik. Konkret bedeutet das, dass viele Regale nicht aufgefüllt werden. „Ich erwarte, dass die Aktion von auch von den Mitarbeitern unterstützt wird, die im Laden selbst arbeiten, denn auch sie haben die Arbeitsbelastung satt,“ so Degryse.

Die Filiale in Gent bleibt aber wie gewohnt geöffnet: „Es geht vor allem darum, das Management auf andere Ideen zu bringen, damit es sich mehr mit dem Personal beschäftigt.“ Auch in den Geschäften von Mons und Anderlecht finden Gewerkschaftsaktionen statt. Das Geschäft in Lüttich ist bis heute geschlossen. In den anderen Filialen in Wilrijk, Hasselt, Zaventem und Arlon protestieren die Gewerkschaften (noch) nicht.

„Die Ikea-Familie ist nicht mehr das, was sie einmal war“

as, was sie einmal war“„Mit dieser Maßnahme möchten wir unserem Management mitteilen, dass es mit uns sprechen muss. Die Mitarbeiter sind verärgert über die hohe Arbeitsbelastung und den Personalmangel. Kollegen gehen, werden aber nicht ersetzt“, erklärte Fiona Litofe, Vertreterin der christlichen Gewerkschaft ACV Puls: „Dadurch kommt es häufig zu Problemen mit den Dienstplänen: Mitarbeiter müssen Schichten vervollständigen und ihr Urlaub wird ihnen regelmäßig verweigert. Darüber hinaus müssen sie zunehmend Funktionen übernehmen, die nicht zu ihren Aufgaben gehören.“

"Man muss alles können, denn man verlegt uns in andere Abteilungen, ohne uns zu informieren. Beispielsweise kann ein Textilspezialist plötzlich in den Verkauf kommen. Um Kunden in den einzelnen Abteilungen zu helfen, muss eine verantwortliche Person gefragt werden, weshalb die Kunden länger auf eine Antwort oder Hilfe warten müssen.“

„Die ‚IKEA-Familie‘ ist nicht mehr das, was sie einmal war“, betont Litofe: "Seit dem Tod von Ingvar Kamprad (Gründer von IKEA, Red.) hat sich bei IKEA viel verändert. Entscheidungen werden von Menschen in höheren Positionen und ohne Kenntnis der Situation an der Basis getroffen. Ich habe den Eindruck, dass sie nicht mehr wissen, wie IKEA funktioniert.“

Protestierende IKEA-Kollegen in der Filiale in Gent

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