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Inland
Wirtschaft

Belgiens Onlinehandel würde eine europäische Paketsteuer begrüßen

Bcom, der Dachverband der belgischen E-Commerce-Sektors, reagierte diese Woche mit gemischten Gefühlen auf die mögliche Einführung einer Paketsteuer durch die Regierung. Die Bundesregierung plant eine solche Abgabe von 2 € pro Paket aus dem Onlinehandel mit einem Warenwert von bis zu 150 €, wenn diese von außerhalb der Europäischen Union kommen. 

Andreas Kockartz Belga
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Die Maßnahme richtet sich in erster Linie gegen chinesische Webshops, wie Alibaba, Shein oder Temu für die übrigens der Lütticher Regional- und Cargo-Flughafen Bierset eine wichtige europäische Drehscheibe ist. Belgien würde mit einer solchen Abgabe auf EU-Ebene vorangehen.

Bcom-Direktorin Greet Dekocker blieb dazu gegenüber der Nachrichtenagentur Belga zurückhaltend: „Ein positives Signal, doch das Problem ist europäisch.“ In den Augen ihres Verbandes ist dies „ein erster Schritt in Richtung eines korrekteren Rahmens für den belgischen Online-Handel. (…) Dies ist für den belgischen E-Commerce ein Signal, das wir natürlich sehr begrüßen.“

Mehr als nur Tempo?

„Aber“, so Dedocker weiter, wird wollen dazu direkt unsere Bedenken äußern. Die nicht vertrauenswürdigen und unsicheren Pakete und Päckchen aus China sind vor allem ein europäisches Problem. Wenn andere EU-Länder keine Paketsteuer einführen, dann wird diese belgische Maßnahme umgangen und Belgien wird einen Teil der Einkommen verlieren. Das Tempo, mit dem Belgien die Sache angeht, ist bemerkenswert, doch es ist mehr nötig.“

Der Online-Handelsverband Becom plädiert übrigens dafür, einen Teil der Einnahmen aus der Paketsteuer zu nutzen, um den belgischen Zoll „mit einer Kombination aus Technologie und digital geschultem Personal zu verstärken.“ Damit soll der Zoll besser aufgestellt sein, „um effektiv die Pakete herauszufiltern, die den belgischen Spielregeln nicht entsprechen.“   

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