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Inland
Justiz

Klagen gegen Polizeigewalt nach einer Demonstration in Brüssel

Beim Komitee P, dem Kontrollorgan der belgischen Polizeidienste, sind nach Zusammenstößen am Rande der Demonstration gegen das Vorgehen Israels gegen die Gaza-Hilfsflotte 10 Klagen wegen Polizeigewalt eingereicht worden. Unter andere meldete eine Journalistin, dass sie beim Fotografieren eines Zusammenstoßes zwischen Demonstranten und Polizisten von einem Beamten mit einem Schlagstock geschlagen worden sei. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Am vergangenen Donnerstag war es am Rande einer Kundgebung mit rund 4.000 Teilnehmern  gegen das Vorgehen der israelischen Armee gegen die internationale Gaza-Hilfsflotte zu Gewaltausbrüchen gekommen, nach dem sich eine Gruppe aus der Demonstration gelöst hatte und mit Zerstörungen und Angriffen gegen die Polizei begann.

Die Ordnungskräfte gingen offenbar sehr hart gegen die Demonstranten vor. Sie setzten Tränengas und Wasserwerfer ein und Beobachter meldeten zudem, dass Schlagstöcke gebraucht wurde. Zeugenaussagen zufolge soll die Polizei auch Schlagstöcke gegen friedliche Demonstranten eingesetzt haben.

Eine Journalistin, deren Spezialbereich Gewalt bei Kundgebungen ist, meldete mehrere solche Fälle und auch, dass sie selbst Opfer eines Angriffs eines Polizisten geworden sei. Als sie aus sicherer Entfernung Fotos von den Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten machte, habe ihr ein Polizist mit einem Schlagstock in die Beine geschlagen, so dass sie zu Boden gegangen sei.

Auch sie reichte Klage beim Komitee P ein. Insgesamt gingen nach dieser Demonstration 10 Klagen wegen Polizeigewalt beim Kontrollorgan der Polizeidienste ein.  

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