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Inland
Justiz

Brüsseler Netzwerk, das halbautomatische Waffen in großem Umfang verkaufte, ausgehoben - Polizei beschlagnahmte 90 Waffen

Die belgische Bundespolizei hat eine Bande aufgerollt, die halbautomatische Waffen in großem Umfang importierte und sowohl in Brüssel selbst als auch im Ausland verkaufte. Etwa 90 halbautomatische Waffen wurden beschlagnahmt. Im Zuge der Ermittlungen wurden neun Personen festgenommen. 

Andreas Kockartz
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Anfang dieser Woche gelang es der Polizei in der belgischen Hauptstadt, ein Netzwerk auszuheben, das des groß angelegten Waffenhandels verdächtigt wird. In den vergangenen Monaten soll die Bande illegal hergestellte halbautomatische Waffen importiert und vertrieben haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass die Kontakte der Verbrecher über die belgischen Grenzen hinausgehen: „Das Netzwerk hat Kunden in Belgien und im Ausland beliefert. Zudem wurden enge Verbindungen zu anderen kriminellen Gruppen im Ausland aufgedeckt, die den grenzüberschreitenden Waffenschmuggel ermöglichten. "

Bei der Operation wurden 16 Personen festgenommen, von denen gegen 9 Haftbefehl wegen Waffen- und Munitionsbesitz, Waffenhandel und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung erlassen wurde. Bei den Durchsuchungen wurden etwa 90 halbautomatische Schusswaffen, 8 Autos und 27.000 € Bargeld beschlagnahmt.

Nach Angaben der Bundesstaatsanwaltschaft „erfreuen sich diese illegal hergestellten Waffen in kriminellen Szenen großer Beliebtheit“, da sie schwer aufzuspüren und gleichzeitig auf dem Schwarzmarkt weit verbreitet seien. Eric Jacobs, der Direktor der Bundesjustizpolizei, bezeichnet die Aktion als „entscheidenden operativen Erfolg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität“. „Wir zeigen unsere Bereitschaft, die Spirale der Gewalt in unserer Hauptstadt zu durchbrechen.“

Brüsseler Staatsanwalt hocherfreut

Auch die Brüsseler Staatsanwaltschaft freut sich über die Aktion. Staatsanwalt Julien Monil sagte dazu: „Die Zahl der Schießereien, die manchmal tödlich verlaufen, ist in Brüssel gestiegen. Unabhängig davon, ob es sich um Dossiers im Zusammenhang mit Drogenhandel oder anderen Straftaten handelt, ist der Einsatz von Schusswaffen viel zu häufig geworden. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft macht den Kampf gegen dieses Phänomen zu einer ihrer Prioritäten. Diese Operation beweist Folgendes: Wir zielen auf diese Netzwerke ab und werden dies auch weiterhin tun.“ 

In der Zwischenzeit gehen die Ermittlungen unvermindert weiter und Polizei und Staatsanwaltschaft hoffen, weitere Beteiligte zu identifizieren, um das Netzwerk vollständig aufzulösen.

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