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Inland
Wirtschaft

US-Chemiekonzern ExxonMobil streicht 337 Stellen in Belgien

Der US-amerikanische Chemiekonzern ExxonMobil wird in Europa 1.200 Stellen abbauen, davon 337 in Belgien. Die meisten Arbeitsplätze fallen in der Zentrale in Brüssel weg, aber auch in den Werken in Zwijndrecht (Provinz Ostflandern), Meerhout (Provinz Antwerpen) und im Antwerpener Hafen werden in den kommenden zwei Jahren Stellen gestrichen.

Jens Van Reet
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Zuvor gab es Gerüchte über einen möglichen Verkauf von drei Standorten in Belgien. Dazu kommt es vorerst nicht, doch der US-Konzern setzt in den kommenden zwei Jahren dennoch massiv beim Personal an.

In Europa sollen innerhalb von zwei Jahren 1.200 Stellen abgebaut werden. Weltweit betrifft es 2.000 Stellen. Für Belgien hat ExxonMobil angekündigt, 337 Arbeitsplätze zu streichen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen hierzulande noch gut 1.800 Mitarbeiter.

Am stärksten betroffen ist die Zentrale in Brüssel, wo 202 Stellen wegfallen, hauptsächlich Arbeitsplätze in der Verwaltung. Im Technologiezentrum in Machelen (Provinz Flämisch-Brabant) verschwinden 66 Stellen. In der Raffinerie im Antwerpener Hafen werden 36 Arbeitsplätze gestrichen.

In Zwijndrecht und Meerhout (in den Antwerpener Kempen) betreibt ExxonMobil Werke, in denen Polyethylen hergestellt wird – ein Kunststoff, der unter anderem für Verpackungsmaterialien verwendet wird. In Zwijndrecht fallen 27 Stellen weg, in Meerhout 6.

Neues Bürogebäude in Antwerpen

Das US-Unternehmen kündigt jedoch an, ein neues Bürogebäude bei der Raffinerie in Antwerpen zu errichten, um dort die derzeitigen Mitarbeiter aus Brüssel unterzubringen. „Der neue Standort wird auch unser neues europäisches Technologiezentrum beherbergen“, heißt es.

Der Stellenabbau sei zudem notwendig, um die europäischen Aktivitäten wettbewerbsfähig zu halten, so das Unternehmen. „Wir planen, in der gesamten Region den Großteil unserer Mitarbeiter zusammenzuführen oder näher an die Produktionsstandorte zu bringen. Einige kleinere Büros in der Region werden schließen.“

Nach Ansicht von ExxonMobil ist Europa derzeit kein attraktiver Investitionsstandort. „Die Regulierung ist strenger als in anderen Teilen der Welt und treibt die Kosten in die Höhe“, so das Unternehmen. „Dadurch wird es schwierig, wettbewerbsfähig zu bleiben. Aufgrund der komplexen Vorschriften und übermäßigen Bürokratie müssen Unternehmen noch mehr Mittel einsetzen, um die Auflagen zu erfüllen. Darüber haben wir die politischen Entscheidungsträger offen informiert.“

Besorgnis bei sozialistischer Gewerkschaft

Die sozialistische Gewerkschaft ABVV befürchtet, dass künftig noch mehr Arbeitsplätze verloren gehen. „Wir haben Angst, dass sich Exxon Schritt für Schritt aus Europa zurückzieht“, sagt Levi Sollie vom ABVV. In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere Werke in Italien und Frankreich verkauft.

„Wir stellen uns Fragen zur Zukunft und wollen endlich Antworten darauf“, fordert der Gewerkschafter.

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