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Die belgische Bahn musste im vergangenen Jahr zweitausend Taxis einsetzen, um Reisende ans Ziel zu bringen

Die belgische Bahngesellschaft SNCB/NMBS musste im vergangenen Jahr insgesamt 2.021 Mal ein Taxi für Reisende einsetzen, die aufgrund einer Zugverspätung oder Zugausfalles nicht mehr nach Hause kamen. Das geht aus Zahlen hervor, die Abgeordnete Dorien Cuylaerts (N-VA, flämische Nationaldemokraten) beim Verkehrsminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés, frankophone Zentrumspartei) angefragt hat. Die Gesamtkosten betrugen 251.662 Euro.

Jens Van Reet Belga
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Im vergangenen Jahr handelte es sich dabei um 783 Fahrten für einzelne Reisende und 1.238 Sammelfahrten, bei denen mehrere Personen gemeinsam befördert wurden.

Die meisten Taxis starteten von großen Bahnhöfen wie Brüssel-Süd (211 Mal), Gent-Sint-Pieters (172 Mal), Lüttich-Guillemins (293 Mal) und Kortrijk (131 Mal). Auch in Antwerpen-Centraal, Brügge, Charleroi-Central und Namur wurden Dutzende Fahrten registriert.

„Es handelt sich hier nicht um Einzelfälle in kleinen Dörfern“, so Cuylaerts. „Diese Zahlen zeigen, dass selbst große Städte ihren Reisenden nicht garantieren können, mit dem Zug nach Hause zu kommen. Das Problem ist strukturell und untergräbt das Vertrauen in die Bahn.“

Ihr zufolge ist es nicht tragbar, dass Taxis zu einem festen Kostenpunkt im Bahnbudget werden. „Wenn wir den Zugverkehr stärken wollen, muss das Angebot auch in den Abendstunden zuverlässig sein. Es darf nicht zur Gewohnheit werden, dass Taxis strukturelle Lücken im Angebot ausgleichen müssen.“

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