Einer Studie des Zentrums für Klimarisikobewertung (Cerac) und des Föderalen Planungsbüros (FPB) zufolge könnte der Klimawandel schwerwiegende negative Auswirkungen auf die belgische Wirtschaft haben. Der Studie zufolge könnte das Bruttoinlandprodukt (BIP) unseres Landes bis 2050 um bis zu 5 % sinken.
Möglicher wirtschaftlicher Schaden: Der Klimawandel könnte Belgiens BIP bis 2050 um bis zu 5 % senken
Das BIP würde schon bis 2050 um 2,8 % sinken, wenn es bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu einer Klimaerwärmung von 2°C käme. Der BIP-Verlust würde bis 2050 um 5% steigen, wenn sich das Klima um 3°C erwärmen würde. Die Zahlen der FPB-Cerac-Studie beinhalten die entstehenden Kosten in Zusammenhang mit den Risiken, die sich aus einem allmählichen Anstieg von Temperatur und Niederschlag ergeben.
Darüber hinaus sorgen auch akute und schwer vorhersehbare Risiken wie Überschwemmungen und Stürme für Schäden, so die Studie: „Bis 2050 könnten die durch akute Naturkatastrophen verursachten Schäden je nach Erwärmungsszenario in den Jahren, in denen sie auftreten, 12 % des BIP erreichen.“
Der Klimawandel könnte sich auch auf die Staatsverschuldung auswirken. Bei einer starken Erderwärmung könnte die Staatsverschuldung um 15 % des BIP steigen. Cerac und das Planbüro gehen in ihrer Studie davon aus, dass die steuerlichen Anstrengungen, die erforderlich sind, um die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Staatskasse abzufedern, zwischen 0,7% und 1,4% des BIP liegen werden.
Baudouin Regout vom Föderalen Planungsbüro sagte dazu, dass dies mit den Auswirkungen der zunehmenden Alterung der Bevölkerung und der Erhöhung der Verteidigungsausgaben vergleichbar sei.
