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Politik

Flandern muss sparen: Werden bei der ÖPNV-Gesellschaft De Lijn weitere Linien und Haltestellen gestrichen?

Dass die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn weiter sparen muss, wird sicherlich Auswirkungen auf die Dienstleistungen haben. Dies sagte Ann Schoubs, die CEO von De Lijn an. Die flämische Landesregierung kündigte am Montag an, dass De Lijn mit 30 Mio. € weniger auskommen solle und dies im Rahmen der Haushaltskontrolle bzw. des Haushaltsausgleichs.  

Andreas Kockartz
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„Wir müssen auf jeden Fall prüfen, ob es Linien gibt, die weniger von Reisenden genutzt werden und ob sich dort die Möglichkeit bietet, etwas zu unternehmen.“ Im Rahmen der Vorstellung eines KI-gestützten Fahrassistenzsystems für die Antwerpener Straßenbahnen reagierte CEO Ann Schoubs auf die neuen Einsparungen bei De Lijn bzw. bei der Landesregierung. Diese hatte beschlossen, dass De Lijn mit 30 Mio. € pro Jahr weniger auskommen soll.

Laut Schoubs hat dies Einschränkungen im Angebot zur Folge: „Natürlich versuchen wir sicherzustellen, dass der Reisende möglichst wenig Einfluss spürt, aber wenn wir an unserem Angebot arbeiten müssen, wird das natürlich hier und da spürbar sein.“ Ob wieder Haltestellen und Linien gestrichen werden müssen, will Schoubs nicht bestätigen: „Wir werden jetzt an diesem Einsparauftrag arbeiten. Dazu kann ich vorerst nicht viel mehr sagen.“

„Effizienz- und Leistungsübung“

Nach Ansicht von Flanderns Mobilitätsministerin Annick De Ridder (N-VA) handelt es sich hierbei um eine „Effizienz- und Leistungsübung, die in allen Bereichen der flämischen Behörden durchgeführt wird. Die laufenden Evaluierungen sowohl der Verkehrspläne als auch der Verkehrsregionalräte zeigen, dass noch Anpassungen und Reformen möglich sind, ohne das Prinzip der grundlegenden Zugänglichkeit zum Öffentlichen Nahverkehr zu beeinträchtigen.“ Sie betont, dass zu Beginn der laufenden Legislaturperiode zusätzlich 400 Mio. € für den Kauf neuer Busse bereitgestellt wurden.

Anfang 2024 musste De Lijn insgesamt 3.200 Haltestellen im Zuge von Einsparungen streichen. Anschließend passte das Verkehrsunternehmen die Verkehrspläne nach dem Prinzip einer „grundlegenden Erreichbarkeit“ an. Doch im Allgemeinen klappte das nur bedingt und zahlreiche Fahrgäste und Pendler (Arbeitnehmer, Schulkinder, Personen mit Beeinträchtigung, Fahrgäste aus ländlichen Regionen und Studierende) mussten sich auf die Suche nach Alternativen machen. 

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