Filip Dewinter (rechtsextremistische Vlaams Belang) ist einer von nur 15 Bürgern in Belgien, die eine Schusswaffe in der Öffentlichkeit tragen dürfen. Am Wochenende war waren Bilder des Politikers mit einer Pistole aufgetaucht sind. Dewinter erklärt, dass er eine Waffe aus Notwendigkeit trage, da er Todesdrohungen erhalte.
Mit Pistole im Hosenbund gesichtet: Rechtsextremer Politiker Dewinter darf Waffe tragen
Am Wochenende war ein auffälliges Bild bei Het Laatste Nieuws erschienen: Filip Dewinter wurde mit einer Pistole im Hosenbund im Parteisekretariat von Vlaams Belang in Antwerpen gesichtet.
Auffällig, aber legal: Der Politiker erhielt seine Genehmigung vor über acht Jahren. Laut Waffenexperte Nils Duquet (vom flämischen Vredesinstituut) sind solche Genehmigungen extrem selten und werden nur erteilt, wenn andere Schutzmaßnahmen nicht ausreichen.
„Nach zwei Jahren Polizeischutz mit gepanzerten Fahrzeugen und Leibwächtern wurde mir diskret nahegelegt, dass ich als ehemaliger Reserveoffizier und Sportschütze so eine Genehmigung beantragen könnte“, erklärt er. „Diese wurde dann auch erteilt.“
„Die Waffe soll sicherstellen, dass ich mich und meine Familie schützen kann, wenn die Polizei das nicht kann“, sagt Dewinter.
Laut Dewinter erhält er Todesdrohungen aus radikal-islamistischen Kreisen. Er ist bekannt für seine kritische Haltung gegenüber Islam und Migration. Die Waffe trage er aus Notwendigkeit.
Neben Dewinter dürfen noch 14 andere Bürger in Belgien eine Waffe in der Öffentlichkeit tragen.
„Diese Daten werden natürlich nicht einfach veröffentlicht. Wir haben vor einigen Jahren eine Studie zum Waffenbesitz gemacht und auch die Polizei gefragt, welche Profile eine Tragegenehmigung haben. „Das sind zum Beispiel Anwälte, die häufig mit organisierter Kriminalität zu tun haben und bedroht werden“, betont der Waffenexperte vom Vredesinstituut.
„Die Einschätzung wird sehr sorgfältig vom Provinzgouverneur vorgenommen, um sicherzustellen, dass es wirklich notwendig ist.“
