102 Gemeinden in Flandern haben sich bereits als Kandidaten für die Gründung eines Freiwilligenkorps auf ihrem Gebiet gemeldet, das im Falle einer Krisen- oder Notsituation Hilfe leisten kann. Die flämische Innenministerin Hilde Crevits hat für die Einrichtung der Freiwilligenkorps eine jährliche Finanzierung von einer Million Euro vorgesehen.
Mehr als 100 flämische Gemeinden wollen Freiwilligenkorps gründen
Seit Ende Mai können sich flämische Gemeinden anmelden, um einen Freiwilligenkorps in ihrer Gemeinde einzurichten. „Es gab bisher nur eine Handvoll aktiver Freiwilligenkorps in Flandern“, erklärte Hilde Crevits: „Inzwischen haben sich bereits mehr als 100 Gemeinden angemeldet. Ich ermutige weiterhin alle anderen Gemeinden, diesem Beispiel zu folgen.“
In Flämisch Brabant ist das Interesse am größten
Die Begeisterung bei den Gemeinden ist groß, insbesondere in Flämisch Brabant, wo 55 von 63 Gemeinden bereits auf den Aufruf der Ministerin reagiert haben. Die ersten Freiwilligenkorps können ab Oktober offiziell tätig werden. Ein Krisenmanagement-Tool wird zur Verfügung gestellt und die Schulungen können beginnen.
„Ob es sich um Überschwemmungen, Hitzewellen oder einen Stromausfall in einem Pflegeheim handelt – in jeder Krisensituation gibt es Bürger, die helfen wollen. Wir möchten diese freiwillige Hilfe fördern und im Falle größerer Krisen skalierbar machen“, betonte die flämische Ministerin.
Die kommunalen Freiwilligenkorps sollen eine schnelle Mobilisierung freiwilliger Bürgerinnen und Bürger ermöglichen, um professionelle Rettungskräfte bei administrativen und logistischen Aufgaben in Not- oder Krisensituationen zu unterstützen.
Flandern stellt eine Million Euro zur Verfügung, um die Gemeinden bei der Einrichtung solcher Organisationen zu unterstützen, die je nach Größe und Bedarf der Gemeinde zwischen 10 und 80 Teilnehmer*innen umfassen können, mit Unterstützung des Flämischen Roten Kreuzes. Alle Freiwilligen erhalten eine Grundausbildung in Erster Hilfe.
