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Inland
Justiz

Mord in Zeebrügge: Auch der zweite russische russische Verdächtige wurde nach Belgien überstellt

Auch der zweite russische Verdächtige des Mordes an einem 56-jährigen Mann in Zeebrügge wurde an die belgische Justiz überstellt. Dies bestätigt die Staatsanwaltschaft in Westflandern. Der 33-jährige Mann (Foto) wird von der Polizei verhört und in den nächsten Tagen einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnen kann.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Beide Verdächtigen des Mordes an dem 56-Jährigen aus Zeebrügge wurden an unser Land ausgeliefert. Der erste Verdächtige, ein 45 Jahre alter Mann, wurde letzte Woche überstellt und sitzt inzwischen in U-Haft. Er gestand die Tat schon im ersten Verhör.

Der andere, ein 33-jähriger Mann, lehnte die Auslieferung ab und wurde zunächst in Polen inhaftiert, wo ein Gericht über dessen Auslieferungsantrag von Seiten der belgischen Justiz entschied. Der Russe streitet ab, mit der Tat etwas zu tun zu haben. 

Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass der zweite Tatverdächtige inzwischen ebenfalls in den Händen der belgischen Justiz sei. Er wurde am Dienstag, flankiert von 3 polnischen Polizisten, mit einem regulären Linienflug von Warschau nach Brüssel geflogen.

Tragischer Abend in Zeebrugge

Am Freitagabend, dem 22. August, wurde das Opfer nach einer nächtlichen Diskussion in einem Nightshop von den mutmaßlichen Tätern auf offener Straße im Beisein seiner Ehefrau verprügelt und getreten. Die Verdächtigen, zwei russische LKW-Fahrer, ließen ihn sterbend zurück und flohen in Richtung ihrer russischen Heimat. Für den Mann aus Zeebrügge kam jede Hilfe zu spät.

5 Tage später wurde das Duo in Polen von der Polizei nach einer internationalen Fahndung auch über Interpol festgenommen. Dort entschied das Gericht, dass beide Verdächtige nach Belgien ausgeliefert werden können, was jetzt geschehen ist.

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