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Inland
Wirtschaft

US-Zölle: Export-Einbußen für die belgische Wirtschaft

Inzwischen sind die Auswirkungen der US-Einfuhrzölle auf Waren und Güter aus der Europäischen Union auch in Belgien zu spüren. Zwischen Mai und Juli sind die Exporte aus Belgien in die USA um 12 % gesunken. Das betrifft in erster Linie Industrieprodukte.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

VRT NWS stellte auf Basis von aktuellen Daten der Nationalbank (BNB) fest, dass z.B. der Export von in Belgien produzierten Neuwagen um fast die Hälfte eingebrochen ist. Die Chemieindustrie verbucht Ausfuhreinbußen von rund 30 % und die hiesige Pharmaindustrie ist von einem Rückgang um 20 % betroffen.

Die Ursachen für die recht drastischen Zahlen haben aber auch einen praktischen Grund, wie die Nationalbank feststellt: In den ersten Monaten des Jahres, bevor die Zölle griffen, exportierten die Unternehmen massiv in die Vereinigten Staaten, um so viele Produkte wie möglich dorthin zu transportieren, eben um den Abgaben zuvorzukommen. Das bedeutet, dass die Lager in den USA vorerst reichlich gefüllt sind.

Der zweite Grund ist die Tatsache, dass die Einfuhrzölle von US-Präsident Trump jetzt greifen. Nicht zuletzt liegt dies auch an einer abwartenden Haltung in der EU, bzw. in Belgien, denn eine Änderung der Auflagen könnte, wie man von Donald Trump kennt, durchaus auch wieder rasch geändert und angepasst werden.

Von Planungssicherheit kann demnach keine Rede sein, auch, weil nicht genau festliegt, so die BNB, wie die US-Behörden welche Produkte bewerten und weil auch nicht klar ist, was in den Augen des amerikanischen Zolls ‚zu welcher Industrieart gehört.  

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