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Stadt Brüssel: "Das Verbot für Zweiräder in der Fußgängerzone wird nächstes Jahr eingeführt"

Die Stadtgemeinde Brüssel will die Fußgängerzone wieder den Fußgängern überlassen. Dies sei bereits in der Koalitionsabkommen so festgelegt worden und die Studie dazu sei "weit fortgeschritten", sagt Mobilitätsschöffin Anaïs Maes (Vooruit). Sie möchte, dass Radfahrer und E-Step-Fahrer ab 2026 nicht mehr durch Anspachlaan fahren dürfen. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Bisschopsstraat und dem Fontainasplein in der verkehrsberuhigten Innenstadt.

Andreas Kockartz
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Maes sagte dies anlässlich der Mobilitätswoche. Damit knüpft sie an das entsprechende Koalitionsabkommen an, das das Bürgermeister- und Schöffenkollegium der Stadt Brüssel im vergangenen Jahr nach den Kommunalwahlen ausgearbeitet hatte. "Sicherheit ist der rote Faden all unserer Maßnahmen. Das bedeutet, dass dem Fußgänger immer Vorrang eingeräumt wird und dass wir bei jeder Entscheidung den schwächsten Verkehrsteilnehmern Vorrang einräumen," ließ Mobilitätsschöffin Maes in einer Notiz an die BRUZZ-Redaktion wissen.

Ihr Kabinett verweist auf eine kürzlich im Ter Kamerenbos getroffene Entscheidung nach demselben Prinzip. Im Frühjahr wurden dort vierzig Steinblöcke auf die Straße gelegt, nachdem ein dreijähriger Junge von einem Fahrradfahrer angefahren worden war. "Mittlerweile gibt es dort weniger Unfälle und das Murren über diese Blöcke ist völlig abgeklungen," so der Sprecher von Schöffin Maes gegenüber der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ. Die Anspachlaan werde keine Felsbrocken bekommen, betont Gijsen, aber ab dem nächstem Jahr das Verbot für Zweiräder.

Frustrierte Fußgänger in der autofreien Zone an der Anspachlaan

Auf der zentralen Achse der Fußgängerzone, der Anspachlaan, dürfen Fahrräder und elektrische Roller offiziell nicht schneller als 6 km/h fahren. In der Praxis halten sich viele Menschen nicht daran. "Wir bekommen viele Signale von frustrierten Fußgängern, die sich durch schnelle Steps und Fahrräder bedroht fühlen," so Anaïs Maes: "Nach Jahren der Frustration müssen wir eingreifen. Zwischen Fontainasplein und Bisschopsstraat darf man ab 2026 nicht mehr mit dem Fahrrad oder Roller fahren. Sie können die Straße überqueren, in dem Sie Ihr Fahrrad oder Ihren Roller schieben und in den dafür vorgesehenen Zone abstellen."

Wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert eine Geldstrafe. Die Polizei wird aktiv an der Durchsetzung beteiligt sein. Gleichzeitig arbeitet die Stadt mit den Fahrradverbänden zusammen, um alternative Routen zu entwickeln: "Sie sind auch gefährdete Verkehrsteilnehmer, daher bleibt ihre Mobilität wichtig. Aber in der Fußgängerzone steht der Fußgänger jetzt wirklich an erster Stelle."

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