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Wo Radfahrer im Stau stehen: Die Mercatorstraat in Antwerpen ist der verkehrsreichste Messpunkt in Flandern

Nirgendwo in Flandern passieren so viele Radfahrer wie auf dem Radweg zwischen den beiden Bahnhöfen Antwerpen-Berchem und Antwerpen-Zentral. Mehr als 7.000 Radfahrer fahren an einem normalen Wochentag am Messpunkt in der Mercatorstraat vorbei. „Oft dauert es lange, an der Ampel im Sattel zu sitzen“, so von VRT NWS befragte Radfahrer.

Andreas Kockartz
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Im Jahr 2024 fuhren rund 2,3 Millionen Radfahrer durch die Mercatoorstraat. Umgerechnet sind das mehr als 7.000 Radfahrer an einem Wochentag, an Wochenenden sind die Zahlen etwas niedriger. Die Folge ist: Staus auf dem Radweg und langes Warten an den insgesamt 6 Radwegeampeln auf dieser Strecke…

Auch die Kais an der Schelde und am Ringfietspad in Antwerpen, die Netebrug in Duffel, die Fahrradbrücke am Bahnhof Berchem und die Brusselsepoortstraat in Mechelen – alle in der Provinz Antwerpen - stehen ganz oben im Ranking.

Die Radwegestrecke entlang der Antwerpener Mercatoorstraat ist teilweise sehr schmal, ist aber ein Radweg in beiden Richtungen. Überholen ist kaum möglich, kommt aber trotzdem vor. Speedpedelecs, Elektrofahrräder und Lastenfahrräder konkurrieren auf den schmalen Fahrstreifen mit langsam fahrenden Radfahrern und  hoffen, diese zu überholen zu können, bevor der Gegenverkehr aufragt.

"Je nach Zeitpunkt muss man hier sogar zweimal an der roten Ampel warten", sagt eine Frau aus, die fast täglich hier unterwegs ist. Mancher fährt sogar eine Stunde früher los, um den Menschenmassen hier zu entgehen. Die hier von VRT NWS befragten Radfahrer haben jedoch nicht die Absicht, das Auto zu nehmen. „Mit dem Fahrrad brauche ich 40 Minuten zur Arbeit, mit dem Auto anderthalb Stunden“, so ein überzeugter Radfahrer: „Dann ist die Entscheidung schnell gefallen.“

Radfahren in Flandern immer populärer

In Flandern finden immer mehr Bewegungen mit dem Rad statt. Nach Angaben des Landesministeriums für Mobilität werden etwa 18 % aller Fahrten mit dem Fahrrad zurückgelegt. Aber es ist noch ein langer Weg, bis 2040 30 % zu erreichen, wie es die flämische Regierung will. Auch liegen regionale Unterschiede vor. In der Provinz Antwerpen wird jede vierte Fahrt mit dem Fahrrad unternommen. In Limburg ist das nur jede 10. Fahrt. Die flämische Regierung investiert jedes Jahr 300 Mio. € in die Fahrradinfrastruktur.

Mercatorstraat am Antwerpener Zentralbahnhof

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