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Einige weitere flämische Museen, Archive und Bibliotheken offiziell vom Land anerkannt

Flanderns Landesministerin für Kultur, die Sozialistin Caroline Gennez (Vooruit) hat 3 Museen, 2 Archive und die Kulturerbe-Bibliothek des Landes mit einer besonderen Anerkennung bedacht. Das Stadtarchiv von Lier (Prov. Antwerpen), die Universitätsbibliothek der Universität Löwen (KU Leuven), die flämische Kulturerbe-Bibliothek in Antwerpen (Foto oben), die Kunst- und Musikbibliothek von Gent, der Liberation Garden in Leopoldsburg (Prov. Limburg) das HEY-Museum in Knokke-Heist an der Küste und die Gedenkstätte Kaserne Dossin in Mechelen werden besonders ausgezeichnet, so eine Pressemitteilung der Ministerin. 

Andreas Kockartz
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Diese Anerkennung ist eine Art Qualitätslabel, mit dem das belgische Bundesland Flandern seinen Beitrag zum Umgang mit dem kulturellen Erbe leisten will. Dieses Label soll zudem für eine bessere Sichtbarkeit und für eine bessere Zugänglichkeit der so bedachten Einrichtungen sorgen.

Das „Archief Lier“ verwaltet u.a. eine umfangreiche Sammlung rund um den aus der Stadt stammenden Schriftsteller und Maler Felix Timmermans (1886-1947, u.a. „Pallieter“) und eines der besonderen Sammlungstücke Flanderns überhaupt, nämlich die Entwurfszeichnungen der Belfried-Trommel des Sint-Grumarus-Kirche. 

Die Uni-Bibliothek der KUL in Löwen

Die Universitätsbibliothek der Katholischen Universität Löwen (KU Leuven) wartet mit einer besonderen Sammlung an historisch bedeutenden Dokumenten. Hierbei handelt es sich um die Briefe an den Architekten Huib Hoste, der nach dem ersten Weltkrieg die Lakenhalle im total zerstörten Ypern in Westflandern wieder aufbaute.

Die Kunst- und Musikbibliothek von Gent gehört zur Kunsthochschule KASK und dem Konservatorium der ostflämischen Metropole, die bedeutende Sammlungen in den Bereichen Kunst, Architektur, Design und Musik beherbergt.

Die Lakenhalle in Ypern im Ersten Weltkrieg

Die Kaserne Dossin in Mechelen bietet einen umfangreichen Blick auf die belgische Holocaust-Geschichte und bringt neben historischen Angeboten auch Geschichten rund um Ausgrenzung, Rassismus, Diskriminierung und Gewalt, doch hier kann man auch positive Geschichten rund um Widerstand und Hoffnung erfahren.

Im „Liberation Garden“ in Leopoldsburg in der Provinz Limburg liegt der Fokus auf die belgische Geschichte im Zweiten Weltkrieg, auf das Leben unter der deutschen Besatzung und auf der Befreiung unseres Landes durch die Alliierten ab Mitte 1944. Dieses Museum ist noch recht jung und wurde erst 2023 eröffnet.

Das HEY-Museum in Knokke-Heist an der belgischen Nordseeküste wirft einen vielschichtigen Blick in die Bereiche Fischereigeschichte sowie in die Geschichte rund um das Casino und den Küstentourismus in dem mondänen Badeort.

Insgesamt tragen damit 103 Kultur- und Kulturerbe-Einrichtungen in Flandern und in der Brüsseler Hauptstadt-Region das Qualitätslabel „Durch die Flämische Gemeinschaft anerkanntes Museum, Kulturerbe-Bibliothek oder kulturelle Archiveinrichtung“. Dabei handelt es sich um 22 Archive, 10 Kulturerbe-Bibliotheken und um 71 Museen.   

Im HEY-Museum in Knokke-Heist

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