Der belgische Verteidigungsminister Theo Francken (Foto, N-VA) hat bestätigt, dass die belgische Luftwaffe Polen am Dienstagabend bei seinen Aktionen zur Ausschaltung russischer Drohnen unterstützt habe, die im dortigen Luftraum auftauchten und diesen verletzten. Belgische Luftwaffenangehörige versorgten polnische Kampfflugzeuge mit Kerosin.
Verteidigungsminister Francken: „Belgien half beim Abschuss russischer Drohnen”
„Das war eine zielgerichtete Aktion (der Russen (Red.)). Das ist jetzt geklärt”, sagt Verteidigungsminister Francken im Hinblick auf die 19 russischen Drohnen, die am Dienstagabend in den polnischen Luftraum eingedrungen sind, obwohl Russland darauf besteht, dass es sich nicht um eine Provokation gehandelt habe.
Der belgische Verteidigungsminister hat inzwischen bestätigt, dass das belgische Militär am Abschuss der Drohnen beteiligt war: „Das war eine Zusammenarbeit zwischen Verbündeten. (...) Belgische Soldaten der MRTT (die Luftwaffeneinheit der Tank- und Transportflugzeuge) betankten die (polnischen) F-35 nachts in der Luft,” sagte Francken gegenüber VRT NWS.
Francken musste feststellen, dass „nur“ ein Drittel der Drohnen abgeschossen werden konnten: „Es müssen Lehren daraus gezogen werden“. Der flämische Nationaldemokrat betonte jedoch auch, dass auch für Polen keine Bedrohung bestehe: „Wenn man von einem Überraschungsangriff spricht, dann hat man natürlich ein anderes Szenario. Es hätte viel mehr militärisches Engagement von Seiten der NATO gegeben. Das war ein Test und der hat alle geweckt.”
Francken unterstrich in diesem Zusammenhang auch, dass die belgische Luftwaffe auf die neuen Kampfbomber vom Typ F-35 angewiesen sei, denn die alten F-16er würden den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen. Zusätzliche Mittel für die Verteidigung kommen per Kredit von der EU-Kommission (siehe weiter unten).
EU-Kommission: Belgien erhält 8 Mia. € an Verteidigungskrediten
Die Europäische Kommission will unserem Land € 8,34 Mia. € an vorteilhaften Krediten anbieten, um in die Verteidigung zu investieren. Dies geht aus einer vorläufigen Mittelzuweisung aus dem neuen europäischen Rüstungsprogramm SAFE hervor. Mit diesem Rüstungsprogramm will die EU 150 Mia. € für Mitgliedstaaten bereitstellen, die gemeinsam in die Verteidigungsindustrie investieren und dringend Schwächen im europäischen Verteidigungsgürtel beheben wollen. Förderfähig sind Investitionen in Munition, Raketen, Artillerie, Drohnen, Flugabwehrsysteme, Schutz kritischer Infrastrukturen, militärische Mobilität und Cyberabwehr.
