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Gesundheit

Unicef-Bericht: Belgien bleibt unter dem europäischen Durchschnitt in Bezug auf Übergewicht bei Kindern

Zum ersten Mal in der Geschichte ist Adipositas bei Kindern und Jugendlichen ein größeres Problem als Untergewicht. Das sagt Unicef, die Kinderrechtsorganisation der Vereinten Nationen. Weltweit ist jedes fünfte Kind übergewichtig und leidet jedes zehnte Kind an Adipositas. In Belgien sehen die Zahlen ungefähr gleich aus, doch bleibt unser Land mit 7 Prozent adipösen Kindern unter dem europäischen Durchschnitt.

Jens Van Reet Belga
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Unicef stützt sich auf Daten aus mehr als 190 Ländern. Seit 2000 ist die Zahl der Kinder zwischen 5 und 19 Jahren mit Untergewicht von 13 Prozent auf 9,2 Prozent gesunken. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Kinder mit Adipositas von 3 Prozent auf 9,4 Prozent.

In allen Regionen der Welt – außer in Subsahara-Afrika und Südasien – tritt Adipositas inzwischen häufiger auf als Untergewicht. In einigen Ländern ist die Situation alarmierend, etwa auf einigen Inseln im Südpazifik oder in den Vereinigten Staaten.

Als Erklärung wird auf die Dominanz von ultraverarbeiteten Lebensmitteln verwiesen, die reich an Zucker, Salz, Fett und Zusatzstoffen sind. „Diese ultraverarbeiteten Lebensmittel ersetzen immer häufiger Obst, Gemüse und Proteine, während gute Ernährung gerade entscheidend ist für das Wachstum, die kognitive Entwicklung und die psychische Gesundheit von Kindern“, sagt Unicef. Kinder werden zudem mit Werbung überflutet: In einer Umfrage unter 64.000 Jugendlichen gaben 75 Prozent an, in der vergangenen Woche Werbung für ungesunde Lebensmittel gesehen zu haben.

In Belgien bleiben die Zahlen zu Übergewicht und Adipositas bei Kindern auffallend stabil. So hatten im Jahr 2022 21 Prozent von ihnen Übergewicht – genauso viele wie im Jahr 2000. Der Anteil adipöser Kinder stieg leicht von 6 auf 7 Prozent. Damit liegt unser Land weiterhin unter dem europäischen Durchschnitt (8 Prozent). 

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