Zum Hauptinhalt springen
Inland
Wirtschaft

Planbüro prognostiziert stabiles Wirtschaftswachstum für dieses und nächstes Jahr in Belgien

Die belgische Wirtschaft wird in diesem Jahr um 1,2 % und im nächsten Jahr um 1,1 % wachsen. Das Planbüro der Bundesregierung, dass sich mit den wirtschaftlichen Entwicklungen in Belgien befasst und mit seinen Berechnungen Prognosen für die Zukunft einschätzt, erwartet dies in seiner aktuellen Wirtschaftsprognose. Aufgrund der zeitlichen Begrenzung des Arbeitslosengeldes werden im nächsten Jahr 117.000 (Langezeit-)Arbeitslose weniger die entsprechenden Leistungen erhalten, so das Planbüro. Dies wirke sich budgetär und auch auf den Arbeitsmarkt aus.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die belgische Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr um 1 %. Für dieses Jahr erwartet das Planbüro eine leichte Verbesserung der Wirtschaft um 1,2 %. Dies ist vor allem auf den privaten Konsum zurückzuführen, also auf das, was Verbraucher für den Eigenbedarf ausgeben. Im zweiten Jahr in Folge wächst der private Konsum schneller als das verfügbare Einkommen. Auch die Unternehmen investieren mehr und die öffentlichen Ausgaben und Investitionen steigen weiterhin deutlich an, vor allem aufgrund höherer Verteidigungsausgaben.

Das Wirtschaftswachstum wird 2026 leicht auf 1,1 % zurückgehen, prognostiziert das Planbüro. Exporte und Wohnungsbau werden sich dann nach einigen Jahren des Rückgangs leicht erholen, doch nach Angaben des Planbüros wird das Wachstum des privaten Konsums und der öffentlichen Ausgaben deutlich zurückgehen.

Mehr Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft

Im Bereich Beschäftigung beobachtet das Planbüro eine Erholung im privaten Sektor. Im vergangenen Jahr war das Beschäftigungswachstum immer noch ausschließlich auf mehr Selbstständige und Beamte zurückzuführen, während die Zahl der Angestellten in der Privatwirtschaft leicht zurückging. In diesem Jahr verzeichnet das Planungsbüro einen Anstieg der Selbstständigkeit und der öffentlichen Beschäftigung, aber auch der privaten Beschäftigung - insbesondere in der 2. Jahreshälfte.

Die Zahl der Arbeitsplätze im privaten Sektor wird im nächsten Jahr weiter steigen. Im öffentlichen Sektor hingegen werde das Beschäftigungswachstum infolge der Sparmaßnahmen stark zurückgehen, so die Prognose. Allerdings werden netto mehr Arbeitsplätze hinzukommen - Von 17.000 im Jahr 2024 auf 26.000 bzw. 38.000 in den Jahren 2025 und 2026.

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5