In Brüssel sind am Sonntag zur zweiten Gaza-Demo seit Juni wieder zehntausende Menschen gegen die Gewalt in Gaza auf die Straße gegangen. Während die Organisatoren von 110.000 Teilnehmern sprechen, gibt die Polizei an, dass rund 70.000 Menschen an der Protestaktion teilnahmen. Unter den Demonstranten, die eine „Rote Linie“ zogen, waren auch zahlreiche jüdische Belgier.
Zehntausende nehmen an der zweiten großen Gaza-Demonstration in Brüssel teil
Die „Rote Linie für Gaza“ unterstützt die Palästinenser, die im Gaza-Streifen und im Westjordanland leben und die unter den israelischen Angriffen leiden, die sich gegen die islamistische Terrororganisation Hamas richten, bzw. die die von Hamas entführten Geiseln befreien sollen.
Diese „Rote Linie“ ist eine symbolische Aktion gegen die Politik in Belgien, die nach Ansicht der Demonstranten nicht deutlich genug gegen Israel Stellung nimmt, gegen Unternehmen, die mit Israel Geschäfte machen und nicht zuletzt gegen den Genozid, den die israelische Regierung und die Armee gegen die palästinensische Bevölkerung durchführen.
Unter dem Demonstranten waren neben jüdischen Belgiern auch zahlreiche Prominente aus Politik, Kunst und Kultur und aus allen anderen gesellschaftlichen Bereichen in Belgien. Die Demonstranten zogen nach einigen Ansprachen am Brüsseler Nordbahnhof durch die Innenstadt in Richtung Bahnhof Süd/Midi. Es kam zu keinen nennenswerten Zwischenfällen im Rahmen dieser Veranstaltung.
Mann mit Molotow-Cocktail an der israelischen Botschaft festgenommen
Am Freitagabend hat die Polizei eine verdächtige Person an der israelischen Botschaft in der Brüsseler Gemeinde Ukkel festgenommen. Der Verdächtige soll dadurch aufgefallen sein, so eine Polizeisprecherin, dass er sein Gesicht teilweise mit einem Schal bedeckt hielt.

