Am Kennedy-Tunnel herrschte zwar reger Verkehr, aber es kam nicht zu dem von manchen erwarteten Chaos. Vor allem die, die aus dem Waasland oder vom Linkeroever kamen, mussten sich in die Schlange einreihen, um auf die andere Seite der Schelde zu gelangen. Der Waasland-Tunnel ist wegen Bauarbeiten drei Monate lang für den gesamten Verkehr gesperrt.
Antwerpen hat seine erste morgendliche Stoßzeit mit dem geschlossenem Waasland-Tunnel recht gut überstanden
Jeden Tag müssen etwa 14.000 Autos durch den Waasland-Tunnel fahren. Wie kommen die Autofahrer jetzt auf die andere Seite der Schelde? Eine Alternative ist natürlich der Kennedy-Tunnel, aber dieser ist bereits jetzt der verkehrsreichste Tunnel von Belgien... Man kann auch durch den Liefkenshoek-Tunnel fahren, aber der ist mautpflichtig und außerdem erfordert dieser Weg einen sehr langen Umweg.
Wer nicht mit dem Auto fahren muss, kann auf einige anderen Alternativen zurückgreifen: Die teilweise unterirdisch verlaufende Straßen- und Stadtbahn (die übrigens nächstes Jahr für ein halbes Jahr geschlossen wird!), den Fußgängertunnel Sint-Anna Richtung Stadtzentrum (aber die Aufzüge sind manchmal kaputt) oder den Fahrradtunnel unter dem Kennedy-Tunnel.
Während der Bauarbeiten am Waasland-Tunnel kann man auch die Fähre in Antwerpen nehmen. Fast 3.000 Fußgänger und Radfahrer nutzen die Fährdienste täglich, und ab diesem Montag werden es noch mehr sein. Um den erhöhten Andrang zu bewältigen, kann man während der Stoßzeiten künftig viermal pro Stunde statt dreimal die Schelde mit den Fähren überqueren.
