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Rekord an Bußgeldbescheiden in Belgien: So viele Raser geblitzt und überführt wie noch nie

Die Polizei in Belgien hat im vergangenen Jahr eine Rekordzahl von Autofahrern bei Geschwindigkeitsüberschreitungen geblitzt, schreibt die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd. Die Polizei verhängte 7,6 Millionen Mal Bußgelder. Das sind 13 % mehr Strafmandate wegen zu schnellem Fahren als im Vorjahr. Vor allem die Zahl der leichten Geschwindigkeitsüberschreitungen hat zugenommen. Stef Willems vom Verkehrsinstitut Vias sagte gegenüber De Tijd: „Die aktuelle Generation von Radarkontrollen, die wir in unseren Laboren testen, ist äußerst genau. Viele Autofahrer planen die Toleranzmarge mit ein und fahren bewusst 6 km/h zu schnell, was nicht Sinne des Erfinders ist.“

Andreas Kockartz
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Die strengere Handhabe gegen zu schnellem Fahren trägt auch zu einem Rückgang der Zahl der Verkehrstoten bei, sagt Willems. Die Zahl der Verkehrstoten sank im vergangenen Jahr auf 470, der niedrigste jemals gemessenen Wert, womit der Trend in Richtung des Ziels von null Verkehrstoten bis 2050 geht, wenn auch langsam. „Sensibilisierung und eine bessere Infrastruktur sind mindestens genauso wichtig“, so Willems.

Gegenüber VRT NWS sagte Willems, dass dies zum einen daran liege, dass mehr Abschnittskontrollen und andere Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt würden: „Vor allem in Wallonien holt man derzeit auf. Und das zweite wichtige Element ist, dass erheblich mehr in die Rechenleistung der Computer und ins Personal investiert wurde. Es wurde zusätzlich in die Digitalisierung investiert, wodurch mehr Verstöße festgestellt und geahndet werden können.“

Mehr Kontrollen wirken sich zudem positiv auf die Verkehrssicherheit aus, sagt Werner De Dobbeleer von der Flämischen Stiftung für Verkehrswissenschaft bei VRT NWS: „Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen zu diesem Thema. Es hat sich gezeigt, dass an Stellen, an denen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden, die Geschwindigkeit der dort vorbeifahrenden Autofahrer tatsächlich sinkt und sich mehr Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.“

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