Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu (Foto) hat seinen belgischen Amtskollegen Bart De Wever (N-VA) in einem Post auf X als einen „schwachen Politiker“ bezeichnet. Netanyahu reagiert damit auf das Maßnahmenpaket der belgischen Bundesregierung gegen Israel im Gaza-Konflikt.
Netanyahu nennt Belgiens Premierminister Bart De Wever einen „schwachen Politiker“
„Der belgische Premierminister ist ein schwacher Politiker, der versucht, islamischen Terror zu beschwichtigen, in dem er Israel opfert. Er will das terroristische Krokodil füttern, bevor es Belgien schluckt“, schreibt sein Kabinett auf X: „Israel geht hier nicht mit und wird sich weiter verteidigen.“
Dies ist nicht das erste Mal, dass sich der israelische Premier derartig über belgische Politiker auslässt. Den vorherigen Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) beschuldigte er seinerzeit, „Terrorismus zu unterstützen“ und über den australischen Regierungschef Anthony Albanese sagte er, als dieser kundtat, Palästina anzuerkennen, einen „schwachen Premier, der Israel verraten hat.“
Anfang der Woche einigten sich sowohl die flämische Landes- als auch die belgische Bundesregierung auf Abkommen zur Haltung in der Gaza-Frage. Dabei ging es auch um eine Anerkennung eines Staates Palästina, allerdings unter Vorbedingungen. Dazu gehört, dass alle israelischen Geiseln freigelassen werden müssen und dass die islamistische Terrororganisation Hamas entwaffnet und aufgelöst werden muss.
Michael Freilich verteidigt Premier De Wever
Michael Freilich, Abgeordneter für die flämischen Nationaldemokraten N-VA im belgischen Bundesparlament, reagierte via X auf die Bemerkungen von Netanyahu. Freilich weist darauf hin, dass Bart De Wever „immer ein guter Freund des jüdischen Volkes und ein konsistenter Verteidiger des Rechtes auf Selbstverteidigung Israels war.“
