Das belgische Verteidigungsministerium und das Bundesrentenamt haben ein Kooperationsabkommen unterzeichnet, nach dem die Opfer von Terroranschlägen in unserem Land schneller anerkannt und vergütet werden sollen. Dazu investiert die Verteidigung rund eine halbe Million Euro in die Digitalisierung der Anerkennung, wie Bundesverteidigungsminister Theo Francken (N-VA) bekanntgab.
Belgiens Verteidigungsministerium investiert eine halbe Million Euro in die Digitalisierung der Anerkennung von Terroropfern
Noch immer sind zahlreiche Opfer der Terroranschläge auf den Brüsseler Flughafen und die Metrostation Maalbeek (Foto oben) im Jahr 2016 weder anerkannt, noch entschädigt worden. Über die Digitalisierung dieser Dossiers sollen die Vorgänge deutlich beschleunigt werden.
Die Anschläge würden zwar schon lange her sein, doch für viele der damaligen Opfer ginge das Leiden weiter, denn sie hätten noch immer Probleme damit, ihre Rechte geltend machen zu können, so Verteidigungsminister Francken: „Echte Anerkennung geht viel weiter als Worte. Wir können und dürfen nicht akzeptieren, dass Menschen, die schon so viel gelitten haben, noch jahrelang darauf warten müssen, dass sie die Anerkennung und die Unterstützung bekommen, auf die sie Recht haben.“
Aus diesem Grunde springe das Verteidigungsministerium in die Bresche in Sachen Digitalisierung der entsprechenden Dienstleistung: „Diese Kooperation ist ein wichtiger Schritt, um den Opfer schneller, korrekter und menschlicher zu helfen.“
Konkret macht das Kabinett des Ministeriums 527.299 € für einen Zeitraum von 2 Jahren frei, um die vollständige Digitalisierung der Arbeitsprozesse für Entschädigungen zu ermöglichen und um veraltete Systeme zu ersetzen. Damit soll gleichzeitig die gesamte Dauer für Entschädigungsverfahren im Allgemeinen verkürzt und qualitativ verbessert werden.
