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Politik

Antwerpener Bürgermeisterin Van Doesburg: „Die Angst vor Antisemitismus ist in unserer Stadt groß”

Die Bürgermeisterin von Antwerpen, Els van Doesburg (Foto, N-VA), verteidigt die differenzierte Kommunikation ihrer Partei in der Diskussion um Gaza. Diese Differenzierung sei ihrer Meinung nach wichtig für die jüdische Gemeinde in ihrer Stadt, die sich nicht mehr sicher fühle. 

Andreas Kockartz
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„Diese Gemeinde ist nicht gleichzusetzen mit der Regierung Netanjahu”, erklärt die Antwerpener Bürgermeisterin in der VRT-Magazinsendung De Afspraak (Die Verabredung): „Ich bin sehr besorgt, dass wir diesen Konflikt in unsere Straßen importieren, wo sowohl eine große jüdische Gemeinde als auch viele Menschen mit palästinensischen Wurzeln leben.”

Aber durch die politische und gesellschaftliche Debatte wird es schwierig, diesen Konflikt aus der Stadt herauszuhalten. „Ich möchte vor allem dafür sorgen, dass sich die 173 Nationalitäten in unserer Stadt wie Antwerpener fühlen und dass sie sich alle sicher fühlen.” Und das sei bei der jüdischen Gemeinde nicht der Fall: „Es herrscht große Angst vor Antisemitismus, unabhängig von ihrer Meinung zum Konflikt. Diese Woche wurden jüdische Einrichtungen mit dem Slogan ‚Juden sind Kindermörder‘ beschmiert.“

Genau deshalb möchte sie mit ihrer Partei, die flämischen Nationaldemokraten N-VA, differenziert bleiben, etwas, das sie bei anderen Parteien manchmal vermisst: „Es hat mich letzten Sommer manchmal wütend gemacht, dass Politiker eine aufwieglerische Sprache verwenden und hier einen Konflikt provozieren wollen. Das macht das Zusammenleben in einer Stadt unglaublich schwierig.“

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