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Antwerpen: Die „Thronende Madonna” von Rubens ist restauriert und hängt wieder an ihrem angestammten Platz

Im KMSKA, dem Museum für Schöne Künste in Antwerpen, wurde das größte Altarbild aus der Sammlung des Museums nach zwei Jahren vollständig restauriert und wieder aufgehängt. Es handelt sich um die „Thronende Madonna” von Pieter Paul Rubens, die seit September 2023 im Rubenssaal vor den Augen der Besucher restauriert wurde. 

Andreas Kockartz
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Das über 5,5 Meter hohe, 4 Meter breite und 350 Kilogramm schwere Werk erfordert einen erheblichen logistischen Aufwand. Das Gemälde ruht nur an zwei Punkten an der Wand. Doch die Hängung des Bildes gelang ohne nennenswerte Probleme.

Rubens malte dieses Werk 1628 für den Hauptaltar der Augustinerkirche in Antwerpen. Nach all den Jahren sah das Altarbild stumpf und vergilbt aus. Eine alte Lackschicht machte es unmöglich, die leuchtenden Farben von Rubens zu sehen. Nach einer gründlichen Restaurierung ist nun das (im wahrsten Sinne des Wortes) glänzende Ergebnis zu sehen.

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Leuchtende Farben

Die „Thronende Madonna” hat jetzt wieder die leuchtenden Farben, wie Rubens sie vor fast 400 Jahren gemalt hat, erzählt Rubens-Experte Koen Bulckens: „Während dieses Projekts hatten wir auch die Gelegenheit, die vielen Vorstudien für dieses Werk zusammenzutragen. Diese haben wir mit Hilfe der Universität Antwerpen gescannt. Dadurch haben wir mehr über das Atelier von Rubens gelernt.”

„Um eine Komposition wie die „Thronende Madonna” fertigzustellen, ist viel Vorbereitung erforderlich. Rubens fertigte dafür kleine Ölskizzen an. Und wir haben das Glück, dass für die „Thronende Madonna” sehr viel Material erhalten geblieben ist.“

Werk gescannt

„Von diesem Altarbild sind zwei verschiedene Ölgemälde erhalten geblieben, eine frühere und eine spätere Version“, erklärt Bulckens. „Wir nehmen an, dass Rubens mit der ersten Version nicht zufrieden war und deshalb eine zweite Version angefertigt hat. Aber diese Scans zeigen uns nun, dass sich unter der zweiten Version eine Art Skizze der ersten Version befindet.“

„Rubens hat also zunächst die erste Version auf die neue Tafel übertragen und dann mit der Überarbeitung begonnen. Das gleiche Prinzip haben wir nun bei einigen Studien beobachtet, was für Forscher etwas Neues und Überraschendes ist“, so Bulkens.

Sofort beginnt auch die nächste Restaurierung. Seit dieser Woche wird „Die Anbetung der Könige“ (Foto unten), das Meisterwerk von Pieter Paul Rubens, in Angriff genommen. Auch diese Restaurierung findet im Museumsraum statt. Bis 2027 soll das Endergebnis sichtbar sein.

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