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In Knokke-Heist ist am Wochenende ein Zwergwal mehrere Male gestrandet - Retter haben ihn wieder ins Meer gebracht

Nach einer ersten erfolgreichen Rettungsaktion am Samstag ist der Zwergwal am Sonntag in Heist wieder dreimal am Strand im Sand aufgetaucht. Rettern ist es gemeinsam mit dem Königlichen Institut für Naturwissenschaften gelungen, den Wal zurück ins Wasser zu bringen, bzw. ihn weiter ins Meer zu treiben. Seit Montagmorgen ist er nicht mehr aufgetaucht.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Am Sonntagmorgen hatte ein Rettungsschwimmer den Zwergwal erneut am Strand  bei Heist gesichtet. Das Tier war noch teilweise im Wasser, konnte sich aber nicht mehr selbst von dort wegbewegen bzw. schwimmen. Die Rettungsdienste haben sofort alles getan, um den jungen Wal am Leben zu halten. Sie versuchten unter anderem, ihn bis zur Flut am frühen Abend mit nassen Tüchern feucht zu halten. Mit einem Bagger wurde ein Graben im Sand gezogen, damit der Zwergwal schneller ins Meer zurückgezogen konnte. 15 Personen, darunter auch einige freiwillige Helfer, hatten den kleinen Wal  gegen 16.00 Uhr ins Meer gezogen.

Dem herbeigerufenen Tierarzt zufolge war das etwa 6 Meter lange Meeressäugetier gesund. Es handelte sich wahrscheinlich um ein junges Tier, da ausgewachsene Zwergwale im Prinzip bis zu 9 Meter lang werden können. Offenbar hatte der Meeressäuger Orientierungsschwierigkeiten.

Der Zwergwal ist danach noch zweimal gestrandet. „Er war beide Male noch im Wasser,“ so Kelle Moreau vom Königlichen Institut für Naturwissenschaften. Die Retter konnten ihn etwas weiter zurückdrängen, aber das Tier schwamm weiterhin in der Nähe der Küste umher. Da der Zwergwal am Montag nicht mehr gesichtet wurde, gehen die Retter davon aus, dass er weitergeschwommen ist. 

Lobende Worte

Kelle Moreau hatte am Montag lobende Worte für die Retter: „Es ist ziemlich einzigartig, ein solches Tier am Strand am Leben zu erhalten. In den letzten 30 Jahren haben wir das nicht mehr erlebt. Die Rettungskräfte, die Polizei und die kommunalen Dienste haben eine fantastische Arbeit geleistet. Wir müssen nur noch auf Neuigkeiten warten. Oder besser auf das Ausbleiben von Nachrichten..."

Zwergwale leben in der Nordsee und kommen hauptsächlich in tieferen Gewässern im Norden vor. In den letzten 25 Jahren ist dies erst der siebte Zwergwal, der in Belgien angeschwemmt wurde. Inzwischen nehmen die Beobachtungen in der südlichen Nordsee allerdings deutlich zu. Im Mai 2024 war ein junger toter Zwergwal in Ostende am Strand verendet. Im Jahr 2024 wurden auch zwei Beobachtungen auf See verzeichnet.  

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