Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio gewann Walter Godefroot (Foto) die Bronzemedaille und startet damit unmittelbar eine erfolgreiche Karriere. Godefroot wurde zweimal belgischer Meister, vor seinem Dauerkonkurrenten Eddy Merckx. Aber auch in den Frühjahrsklassikern Lüttich-Bastogne-Lüttich und Paris-Roubaix lässt Godefroot in den 1960er und 1970er Jahren Merckx hinter sich. Sein Name wurde auch immer in Zusammenhang mit der Dopingproblematik im internationalen Radsport genannt.
Der 1943 in Gent geborene Walter Godefroot gewann außerdem zweimal die Flandern-Rundfahrt: 1968 und 1978, also mit einer Differenz von 10 Jahren. Zu seinen Erfolgen gehören auch 10 Etappensiege bei der Tour de France. Außerdem erobert er auch das Grüne Trikot und ist 1975 der erste Gewinner der Champs Elyseés.
Goodefroot sorgte aber auch als aktiver Radprofi für Probleme, in dem er z.B. 1967 bei „Paris–Tours“ und 1974 beim Wallonischen Pfeil Dopingtests verweigerte. Zu einer Disqualifikation kam es 1974 bei der Flandernrundfahrt wegen Einnahme von Ritalin.
Später wird Godefroot unter anderem zusammen mit Erik Zabel, Jan Ullrich und Bjarne Riis erfolgreicher Teamleiter und Manager des deutschen Teams Telekom (1992-2005). Allerdings ist er in dieser Mannschaft auch mit enormen Dopingproblem konfrontiert, die die Auflösung dieses Teams zufolge hatte. Danach arbeitete er für Astana (nach dem Fuentes-Dopingskandal), doch dort wurde er entlassen, weil sein Name doch zu sehr mit organisiertem Doping bei verschiedenen Mannschaften in Verbindung stand.
In seinen letzten Lebensjahren hatte Godefroot mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.
