Trotz des sonnigen Wetters verzeichnete die belgische Küste in den Sommermonaten 2025 weniger Tagesgäste als im Vorjahr. Laut Westtoer, der Tourismusagentur für Westflandern, wurden rund 5,6 Millionen Tagesbesucher gezählt. Das ist ein Rückgang von etwa 6 Prozent im Vergleich zu 2024. Die Hotelbelegung blieb stabil bei durchschnittlich 72 Prozent.
Weniger Tagesgäste, aber mehr ausländische Strandtouristen, besonders viele Deutsche
Wenn wir nur die Sommermonate betrachten, sehen wir tatsächlich einen leichten Rückgang“, erklärt Ellen Bruynooghe von Westtoer: „Aber über das gesamte Jahr hinweg – von Januar bis August – erreichen wir die besten Zahlen seit Beginn der Corona-Pandemie.“
Das gute Frühjahr trug maßgeblich dazu bei: Insgesamt wurden 13,7 Millionen Tagesgäste an der Küste gezählt.
Mehr internationale Gäste – vor allem aus Deutschland
Ein positiver Trend zeigt sich bei den Übernachtungsgästen aus dem Ausland. Von den Tagesbesuchern kamen 59 Prozent aus Flandern, 24 Prozent aus der Wallonie und 17 Prozent aus dem Ausland. Mit einer deutlichen Zunahme der deutschen Touristen. „Deutschland ist seit Jahren führend, aber wir sehen eine stetige Zunahme. Das ist ein Markt mit großem Potenzial“, so Bruynooghe.
Sicherheitskampagne erreicht Millionen
Zum Start der Sommersaison startete Westtoer gemeinsam mit dem Rettungsdienst IKWV eine Social-Media-Kampagne zur Sicherheit am Meer. In kurzen Videos wurde auf die Gefahren der Nordsee hingewiesen – insbesondere auf sicheres Schwimmen.
Die Kampagne war ein voller Erfolg: Die Videos wurden über 2,5 Millionen Mal angesehen, besonders das zur Sicherheit beim Schwimmen. Um möglichst viele Gäste zu erreichen, wurden die Clips nicht nur auf Niederländisch, Französisch, Deutsch und Englisch, sondern auch auf Arabisch, Rumänisch und Spanisch veröffentlicht.
„Viele Badegäste sprechen die vier Hauptsprachen nicht fließend. Deshalb war es uns wichtig, sie in ihrer Muttersprache zu erreichen“, betont Bruynooghe.
