Wegen der anhaltenden Trockenheit hat Flandern die Warnstufe auf Code Orange angehoben. Grund sind die anhaltende Trockenheit und die sich verschlechternde hydrologische Lage. Die vorhergesagte Regenmenge ist unsicher und reicht nicht aus, um die extrem niedrigen Wasserstände zu stabilisieren.
Um weitere Schäden zu vermeiden, gelten vorübergehend folgende Maßnahmen:
Entnahmeverbot in fast allen nicht schiffbaren Gewässern
Schleusenbeschränkungen und Tiefganglimits auf mehreren Wasserstraßen
Entnahmeverbote wegen Versalzung oder Blaualgen
Wasserfassungen am Albertkanal und den Kempener Kanälen sind zu 80 Prozent geschlossen
Vorsichtsmaßnahmen für Freizeitaktivitäten und weitere Einschränkungen an betroffenen Standorten
Trinkwasserversorgung nicht gefährdet
Die Trinkwasserversorgung ist derzeit nicht gefährdet, aber die Versorger bleiben wachsam. Sie rufen die Bevölkerung auf, sparsam mit Trinkwasser umzugehen.
„Leitungswasser sollte vorrangig für lebenswichtige Zwecke verwendet werden – etwa zum Trinken, Kochen, Zähneputzen oder Duschen“, erklärt Carl Heyrman, Generaldirektor von AquaFlanders.
Für weniger wichtige Anwendungen wie Toilettenspülung, Wäsche, Bodenreinigung oder Pflanzenbewässerung sei Regenwasser eine gute Alternative. Die aktuellen Verbrauchszahlen zeigen laut Heyrman, dass die Bevölkerung die Botschaft ernst nimmt.
