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Gesundheit

STEC-Bakterieninfektionen in mehreren flämischen Pflegeheimen: 5 Tote, rund 20 Infizierte

In Pflegeeinrichtungen in der Provinz Flämisch-Brabant und in der Region Antwerpen sind rund 20 Bewohner an einer Infektion mit STEC, einer Variante der E.-coli-Bakterie, erkrankt. Vier Personen sind verstorben, wobei noch unklar ist, ob die Infektion direkt ursächlich war. Die belgische Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FASNK), das flämische Gesundheitsministerium und das belgische Gesundheitsamt Sciensano haben Ermittlungen aufgenommen.

Belga Martina Luxen
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Zunächst wurden vier bestätigte Fälle in zwei Pflegeheimen in Leuven gemeldet. Inzwischen zählt das Gesundheitsministerium 21 bestätigte oder wahrscheinliche Infektionen in sechs Einrichtungen.

„In den letzten Tagen haben wir mehrere Meldungen über Bewohner mit Symptomen erhalten, die auf eine STEC-Infektion hindeuten“, erklärt Joris Moonens, Sprecher des flämischen Gesundheitsministeriums.

Gemeinsame Quelle vermutet

Die meisten Erkrankungen traten zwischen dem 18. und 25. August auf. Die Fälle lassen sich auf dasselbe Serotyp der Bakterie zurückführen – ein Hinweis auf eine gemeinsame Infektionsquelle, vermutlich über Lebensmittel.

„Wir untersuchen derzeit die gesamte Lebensmittelversorgung in den betroffenen Einrichtungen“, sagt Liesbeth Van de Voorde von der FASNK: „Im besten Fall sind noch Reste der Mahlzeiten vorhanden, die analysiert werden können.“

Was ist STEC?

STEC-Infektionen werden von einer Variante der E.-coli-Bakterie verursacht. Die Entzündung kann symptomlos verlaufen, aber auch Durchfall, Kopfschmerzen, Fieber und in schweren Fällen Nierenschäden verursachen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen mit Vorerkrankungen.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, aber selten – meist erfolgt die Infektion über kontaminierte Lebensmittel.

Keine Parallele zur Corona-Pandemie

Wissenschaftsjournalist Koen Wauters beruhigt: „STEC ist eine Bakterie, kein Virus. Bakterien sind in der Regel weniger ansteckend und lassen sich besser mit Antibiotika behandeln.“

In den betroffenen Pflegeheimen wurden infizierte Personen isoliert. Dorten gelten verstärkte Hygienevorschriften.

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