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Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Nonnen in einem flämischen Kloster?

Die Staatsanwaltschaft in der flämischen Provinz Limburg wird Ermittlungen zu möglichem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im ehemaligen Sankt-Vinzenz-Kloster in Zelem, einer Teilgemeinde von Halen bei Herk-de-Stad in den 1970er Jahren einleiten. Grund sind Zeugenaussagen über Misshandlungen durch die damaligen Nonnen in einer Dokureihe des flämischen Privat-TV-Senders VTM, die allerdings noch ausgestrahlt wird. Der Verband der Ordensleute in Flandern entschuldigt sich für die damaligen Vorgänge. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Diese Zeugnisse werden in der VTM-Dokumentation „de nonnen“ („Die Nonnen”) geäußert. Darin berichten Opfer über körperliche Misshandlung, sexuellen Missbrauch, Machtmissbrauch und Zwangsadoption. Die Serie wird im Herbst ausgestrahlt.

Es ist nicht das erste Mal, dass das ehemalige Kloster in einem Missbrauchsfall erwähnt wird. Eine Voruntersuchung wurde 2011 eingeleitet, nachdem ein Mann ausgesagt hatte, er sei in den 1950er Jahren im Waisenhaus sexuell belästigt worden. Er war damals zwischen 10 und 12 Jahre alt.

Die aktuelle VTM-Dokumentation beleuchtet allerdings die Missstände in den 1970er Jahren. Die Staatsanwaltschaft konnte noch nichts zu der Frage sagen, zu welchem Ergebnis die Vorermittlungen aus dem Jahr 2011 gekommen sind. Das Kloster schloss sein Waisenhaus im Jahr 1978.

Entschuldigung nach Einsicht in der VTM-Doku

Der Verband der Ordensleute in Flandern entschuldigt sich für den Missbrauch in flämischen Nonnenklöstern. Vertreter des Verbandes konnte „Die Nonnen“ bereits vorab sehen. Der Verband äußerte sich zutiefst schockiert über die Zeugenaussagen und plädiert für eine unabhängige Untersuchung.

Bisher standen Misshandlungen durch Priester und männliche Täter in der Kirche im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, unter anderem durch die vielbeachtete VRT-Serie „Godvergeten“ („Gottvergessen“). 

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