Zwischen Januar und März 2025 wurden in Belgien 470 Unfälle mit E-Rollern registriert. Das sind im Durchschnitt etwas mehr als fünf Unfälle mit Verletzten pro Tag. Das entspricht einem Anstieg um über 60 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr als genau 291 solcher Unfälle vorkamen.
Zu viele Unfälle mit elektrischen Rollern in Belgien: Helmpflicht gefordert
Das belgische Institut für Verkehrssicherheitsinstitut VIAS fordert in diesem Zusammenhang ein Einfuhrverbot für E-Steps, die schneller als 25 km/h fahren können. Außerdem sollten E-Roller-Fahrer dazu verpflichtet werden, einen Helm und abends eine Leuchtweste zu tragen. Laut Vias erlitten belgienweit 60 % der Schwerverletzten bei solchen Unfällen ernste Kopfverletzungen.
Im Juni war ein Geschäft in Brüssel von den Behörden geschlossen worden. Dort wurden elektrische Roller aus chinesischer Produktion angeboten, die bis zu 85 km/h schnell waren. In Belgien sind für solche Fahrzeuge 25 km/h zugelassen.
Die Zahl der Unfälle mit elektrischen Rollern hat sich auf flämischer Landesebene innerhalb von fünf Jahren verfünffacht. Hier hatte die Polizei im vergangenen Jahr mehr als 900 solcher Unfälle aufgenommen. In der Brüsseler Hauptstadt-Region kam es in den ersten 3 Monaten dieses Jahres zu 127 Unfällen mit E-Steps (88 im gleichen Vorjahreszeitraum). In der Wallonie verdoppelte sich diese Zahl um 95 %!
Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um eine deutliche Unterschätzung, da in der Regel viele dieser Unfälle - auch solche mit leichten Verletzungen - nicht gemeldet werden. Das „Krankenhaus am Strom“ in Antwerpen gab noch im vergangenen Monat bekannt, dass dort täglich durchschnittlich 3 Patienten nach Unfällen mit E-Steps aufgenommen werden müssen. Dazu gehört wohl auch eine unbekannte Zahl an Unfällen, die der Polizei nicht gemeldet werden.

