Die Feuerwehren in der Hilfeleistungszone Flämisch-Brabant-West erhalten im Rahmen eines Pilotprojekts Unterstützung von Drohnen bei ihren Einsätzen. Die Drohnen sind an 4 strategischen Standorten in der Zone installiert, so ein Sprecher der Feuerwehr in dieser Provinz: „Sie sind schneller vor Ort als unsere eigenen Feuerwehrleute, sodass wir sofort abschätzen können, wie viele Personen und welche Ausrüstung benötigt werden.“
Drohnen an strategischen Standorten in Flämisch-Brabant installiert: „Schneller vor Ort als die Feuerwehr“
„Eine der wichtigsten technischen Neuerungen der letzten Jahre“, so beschreibt Wouter Jeanfils von der Hilfeleistungszone Flämisch-Brabant-West die Erfindung der Drohnen und ihre Einsatzfähigkeit bei Feueralarm. Die Feuerwehren nehmen an diesem für sie kostenlosen Pilotprojekts mit 4 Drohnen teil: „Sobald wir über 112 einen Anruf zu einem möglichen Brand erhalten, informieren wir Citymesh, den Betreiber der Drohnen. Daraufhin schicken sie sofort die Drohne aus, die dem Feuer am nächsten ist.“
Das Unternehmen platzierte Drohnen an verschiedenen strategischen Orten in der Provinz Flämisch-Brabant. Das sind Affligem, Halle, Relegem (Gemeinde Asse) und Vollezele (Gemeinde Pajottegem). Die Piloten steuern die Drohnen von Kontrollzentren in Hasselt (Provinz Limburg), Oostkamp (Provinz Westflandern) oder Marche-en-Famenne (Provinz Luxemburg) aus.
Einem Feuer einen Schritt voraus sein
Laut Feuerwehrsprecher Jeanfils bieten die Drohnen einen Mehrwert für die Zone: „Bevor unsere ersten Feuerwehrleute eintreffen, empfangen wir Livebilder per Drohne. Wir sind dem Feuer sofort einen Schritt voraus. Wo sind die Flammen? Besteht die Gefahr einer Ausbreitung oder gar eines Übergriffs der Flammen auf andere Ziele? Auf all diese Fragen haben wir jetzt viel schneller eine Antwort."
Kürzlich erst kam eine Drohne zum Einsatz. „Ein Poolhaus in Ternat stand in Flammen“, erzählte Feuerwehrsprecher Jeanfils gegenüber VRT NWS: „Von der Straße aus konnte man nicht erkennen, dass sich der Rauch tatsächlich auf die Bahnstrecke hinter dem Garten ausgebreitet hatte. Dank der Drohnenbilder konnten wir Infrabel (den Infrastruktur-Dienstleister der belgischen Bahn (Red.)) benachrichtigen, bevor wir überhaupt am Brandort ankamen."
Falscher Alarm oder Einsatz ohne Feuer
Die Feuerwehr setzt Drohnen auch bei Einsätzen ein, bei denen es kein Feuer gibt. „So haben wir Drohnenbilder bei der Suche nach einem Ertrinkenden in Hofstade verwendet“, sagt Jeanfils: „Bei einem Chemieunfall, bei dem gefährliche Stoffe freigesetzt werden, können wir jetzt auch mit der Erkundung fortfahren, ohne dass Feuerwehrleute im Chemieanzug die Arbeit erledigen müssen.“
Eine Drohne kann auch einen Fehlalarm erkennen: „Wir erhalten oft Notrufe zu brennenden Autos auf dem Ring um Brüssel. Die Bilder, die wir über die Drohne erhalten, zeigen uns sofort, welcher Anruf ein falscher Alarm ist und welchen wir ernst nehmen müssen. Wir bekommen oft einen Anruf wegen ‚Brandgeruch in Straße X‘. Früher war die Suche nach dem Ursprung langwierig, aber jetzt können wir schnell sehen, wo es brennt.“
Kleine Investition, viele Vorteile
Eines sollte klar sein: Die Hilfeleistungszone Flämisch-Brabant West ist Fan der Drohnen. 6 Feuerwehrleute sind bereits für das Bedienen von Drohnen in dieser Zone ausgebildet und im September sowie im Januar 2026 werden weitere Einsatzkräfte daran ausgebildet. Die neuen Drohnen liefern nicht unbedingt hochwertige Bilder, können aber schneller vor Ort sein, um ein Bild der Situation zu zeichnen: „Eine Drohne kostet 5.000 €. Das ist eine kleine Investition im Vergleich zu den Vorteilen, die uns ein solches Gerät bringt."
