Die flämische Ministerin für Brüssel, Cieltje Van Achter (N-VA), möchte, dass Kinder und Jugendliche mehr und besser Niederländisch lernen. Ihrer Ansicht nach führt die niederländische Sprache zu Fortschritten in der belgischen Hauptstadt. Mit ihrem „ToTaalplan“ („taal“ ist Niederländisch für „Sprache“) will die Ministerin die Position der Niederländischsprachigen in der belgischen Hauptstadt stärken und fördern. Nur 15 % der Einwohner Brüssels sprechen Niederländisch als ihre Muttersprache. Französisch ist in Brüssel bei weitem die vorherrschende Sprache.
“ToTaalplan“: Die Brüsseler sollen „für eine bessere Zukunft“ mehr Niederländisch lernen
Cieltje Van Achter über ihren Plan: „Mit meinem Plan möchte ich das Erlernen, Üben und Verwenden von Niederländisch für jeden Brüsseler Bürger anregen. Brüsseler Einwohner verbinden Niederländisch mit Fortschritt. Mit diesem Plan Kraft der Niederländischsprachigen in und für unsere Hauptstadt voll zum Ausdruck bringen.“
Kinder, die früh mit Niederländisch in Kontakt kommen, verwenden die Sprache eher dauerhaft, glaubt Van Achter. Darüber hinaus sei Niederländisch der Schlüssel zu einer besseren Zukunft für die Brüsseler. Die Sprache eröffne Erwachsenen den Weg zu Arbeit, Ausbildung und Integration. Eine weitere Säule ihres Sprachenplans ist die Verwendung des Niederländischen in den Brüsseler Behörden, bei den Rettungsdienste und im Krankenhauswesen in der Hauptstadt im Allgemeinen. Dort sollen die Dienstleistungen generell in beiden Sprachen angeboten werden.
Van Achter möchte dazu entsprechende Mittel bereitstellen, damit mehr Menschen aus Brüssel Niederländisch lernen. In Zusammenarbeit mit den Branchenverbänden, unter anderem aus Gastronomie und Einzelhandel, werden Kampagnen gestartet, um Niederländisch sichtbarer und hörbarer zu machen.
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Sprachgebrauch stimulieren
Der Gebrauch der niederländischen Sprache sollte in Schulen, in der Kinderbetreuung und auch in Krankenhäusern gefördert werden. „Mit diesem Plan konzentrieren wir uns auf eine echte Sprachkette. Von der Geburt bis ins spätere Alter sollte man ein Qualitätsangebot auf Niederländisch nutzen können“, so Flanderns Brüssel-Ministerin Van Achter: „Es versteht sich von selbst, dass man Niederländisch auch in Brüssel üben und nutzen kann.”
Der „ToTaalplan“ wird von der flämischen Landesregierung unterstützt. Das neueste Sprachbarometer der niederländischsprachigen Freien Universität Brüssel (VUB) zeigt, dass 22 % der Befragten in der Hauptstadt-Region gutes bis ausgezeichnetes Niederländisch beherrschen. Der Rest spricht (fast nur) Französisch oder/und Englisch.
