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Inland
Justiz

ÖSHZ-Mitarbeiter der Stadt Gent bei Hausbesuch getötet – Verdächtiger verhaftet

In Gent ist ein Sozialarbeiter des Öffentlichen Sozialhilfezentrums (ÖSHZ) bei einem Hausbesuch im Stadtviertel Nieuw Gent gewaltsam ums Leben gekommen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft gegenüber VRT NWS. Der Bewohner der Wohnung, ein 38-jähriger Mann aus Syrien, wurde festgenommen und wird derzeit vernommen.

Martina Luxen
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Der 56-jährige Mitarbeiter war zu einem Hausbesuch in einem Appartement in dem sozialen Brennpunktviertel Nieuw Gent aufgebrochen. Als er nicht zu einem weiteren Hausbesuch erschien, schlug die Behörde Alarm. Die Polizei wurde eingeschaltet und begab sich zur Adresse, wo die Beamten den Mann leblos vorfanden.

„Bereits bei den ersten Feststellungen war klar, dass der Mann gewaltsam getötet wurde“, erklärte Annelies Verstraete von der Staatsanwaltschaft Ostflandern.

Daraufhin wurden umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen eingeleitet: Ein Untersuchungsrichter, ein Gerichtsmediziner, das forensische Labor und die Kriminalpolizei kamen zum Tatort.

Der Tatverdächtige war zum Zeitpunkt des Polizeieinsatzes nicht mehr in der Wohnung. Die Polizei leitete eine Suchaktion ein und konnte den Mann an einem anderen Ort in Gent ausfindig machen. Er wurde in der Nacht festgenommen und im Laufe des Vormittags vernommen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft gegenüber VRT NWS.

Tatort und Festnahme

Nach bisherigen Informationen wohnte der Syrer allein dort. Er war nicht polizeibekannt und lebte bereits seit mehreren Jahren in Belgien. Das Tatmotiv ist bislang unklar. Auch die genauen Umstände des Hausbesuchs – etwa ob der Sozialarbeiter den Mann bereits kannte – werden derzeit untersucht.

Sozialarbeiter mit viel Erfahrung – große Betroffenheit

Das Opfer war ein langjähriger und erfahrener Mitarbeiter des OCMW. Ursprünglich war der Hausbesuch mit zwei Personen geplant, doch der Sozialarbeiter musste allein gehen, wie aus internen Informationen hervorgeht.

Die Nachricht vom gewaltsamen Tod löste beim Genter ÖSHZ tiefe Bestürzung aus. Als Reaktion auf die Tat bleiben alle Dienstzentren und Sozialbüros bis einschließlich Montag geschlossen. Es werden keine Termine oder Hausbesuche stattfinden, auch Telefonanfragen werden nicht entgegengenommen.

„Die Angst unter den Mitarbeitenden ist enorm“, heißt es bei der Behörde. „Dass jemand sein Leben verliert, weil er seine Arbeit ausübt, ist für uns völlig inakzeptabel.“

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