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Das Gruuthusemuseum in Brügge untersucht, welchen Einfluss Umgebungswasser auf Gebäude und Kunstwerke hat

Das Gruuthusemuseum in Brügge (Foto) beteiligt sich an einem internationalen Forschungsprojekt, zusammen mit unter anderem dem Louvre in Paris. Die teilnehmenden Museen liegen jeweils in der Nähe von Flüssen oder Kanälen und die Wissenschaftler werden untersuchen, welchen Einfluss dieses Wasser auf Gebäude und Kunstwerke hat. „So können wir unsere Sammlungen besser schützen”, heißt es zu dem Projekt.

Andreas Kockartz
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Das Gruuthusemuseum liegt nah am Wasser, an einer der Grachten von Brügge, und ist von Gärten umgeben. Das macht das Museum zu einem idealen Fall für die Forschung. „Unser Museum steht fast buchstäblich mit den Füßen im Wasser”, so Direktorin Kristl Strubbe: „Dadurch ist die Luftfeuchtigkeit in unseren Räumen höher, was Risiken mit sich bringt. So kann es beispielsweise zu Schimmelbildung auf den Gemälden oder Wandteppichen kommen. Nach der zweieinhalbjährigen Untersuchung werden wir gemeinsam mit den Partnern wissen, welche Anpassungen wir vornehmen können, um unsere Museen noch besser für die Ausstellung wertvoller Werke zu machen. Wir denken wirklich langfristig.“

Das Gruuthusemuseum in Brügge ist Teil des Projekts „REFRESH”, zusammen mit dem Dogenpalast in Venedig, dem Louvre in Paris und Blenheim Palace in Woodstock bei Oxford. „Das Projekt wird uns lehren, wie wir unser Kulturerbe besser schützen können, indem wir den Wasserkreislauf in und um Museen untersuchen und daraus lernen, diesen zu kontrollieren”, erklärte Brügges Kulturstadtrat, Nico Blontrock (CD&V).

Sensoren und Wetterstation

Seit Juni sind verschiedene Sensoren im und um das Museum angebracht und auf dem Dach des Gruuthusemuseums steht eine Wetterstation. Damit werden die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und der CO2-Gehalt in den Gebäuden gemessen. In einigen Vitrinen führen die Wissenschaftler zusätzliche Untersuchungen zur Kondensation durch, indem sie die Oberflächentemperatur von Materialien wie Eichenholz, Marmor, Glas, Gips und Kupfer messen.

„Vergessen Sie das verstaubte Bild eines Museums”, so Stadtrat Blontrock: „Museen Teil unserer Lebenswelt und unterliegen daher auch den Veränderungen dieser Welt. Die ‚REFRESH‘-Studie will die Auswirkungen des Klimawandels auf die Erhaltung von Kulturerbestätten erfassen und nachhaltige Lösungen formulieren, um die Erhaltung unseres kulturellen Erbes zu optimieren.”

Vitrinen im Gruuthusemuseum

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