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Inland
Justiz

Haftanstalt Mechelen: Zweite anonyme briefliche Drohung gegen einen Gefängniswärter in kurzer Zeit

Der Gefängniswärter aus der Haftanstalt von Mechelen (Provinz Antwerpen, Foto), der am vergangenen Wochenende einen Drohbrief erhalten hatte, wurde erneut bedroht. Jetzt fand er einen Brief an seinem Auto, das bei ihm zu Hause geparkt war. Der erste Brief wurde an seinem Auto vor dem Gefängnis angebracht. In dem neuen Brief heißt es, dies sei seine letzte Chance und er solle fernbleiben… Nicht zuletzt fängt der Brief mit einem Schimpfwort an. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In diesem Jahr wurden bereits 10 Fälle von anonymen Bedrohungen gegen Gefängniswärter in Belgien bekannt. So wurde das Auto eines Wärters in Brand gesteckt und in anderen Fällen wurden Molotowcocktails auf deren Autos geworfen oder eben anonyme Drohbriefe verfasst. Bei den anvisierten Wärtern handelt es sich häufig um Personen, die im Rahmen ihrer Aufsicht im Gefängnis strikt gegen Drogenkonsum vorgehen.

Nach Angaben der Gewerkschaft der Gefängniswärter werden diese jetzt nicht weniger streng sein und sich nicht einschüchtern lassen - wenn sie denn dabeibleiben: “Wir stellen fest, dass Gefängniswärter sagen: ‚Wenn es das ist, werden wir uns versetzen lassen oder sogar nach einem ganz anderen Job suchen.‘ Wir fordern von der Regierung Nulltoleranz, wie etwa gegenüber der Polizei. Und dass die Auftraggeber, wenn sie im Gefängnis entdeckt werden, hart bestraft werden.“

Die Wärter und die Gewerkschaften fordern in diesem Zusammenhang auch, dass, wenn solche Gefängnisinsassen, die für eine vorzeitige Haftentlassung vorgesehen sind, z.B. die den Rest ihrer Haftstrafe mit elektronischer Fußfessel versehen im Hausarrest absitzen sollen, doch nicht freigelassen werden sollen und dass gegen diese eine neue Anklage erhoben wird.

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