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Wie der belgische Staat seine Bürger auf Krisen vorbereiten möchte

Das Nationale Krisenzentrum ruft die Bürger des Landes dazu auf, sich gemeinsam mit der Familie oder mit Nachbarn und Mitbewohnern auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten. Die Webseite des Nationalen Krisenzentrums hat ein neues Tool erstellt, eine Art Fragenliste, um den Leuten dabei zu helfen. 

Andreas Kockartz
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In diesem Tool zum Notfallplan sind verschiedene Fragen enthalten, beispielsweise ob man die Handynummer des anderen (Partner, Kinder...) auswendig kennt, aber auch, ob jeder zu Hause weiß, wo sich der Sammelpunkt im Brandfall befindet. Die Initiative ist Teil des Plans, die europäischen Bürger besser auf Krisensituationen vorzubereiten.

„Ein Notfallplan ist sehr nützlich für Sie selbst und für die Rettungsdienste“, sagte Yves Stevens vom Nationalen Krisenzentrum gegenüber VRT NWS. Das Tool zur Erstellung eines Notfallplans gibt es schon länger. Aber das Nationale Krisenzentrum hat dieses Tool jetzt benutzerfreundlicher gestaltet. „Es dauert nur 10 Minuten, um es mit Ihrer Familie auszufüllen“, so Stevens.

Stevens betont, dass der Notfallplan von entscheidender Bedeutung ist: „Wie lauten die Telefonnummern Ihrer Familienmitglieder oder Ihrer Versicherungsgesellschaft? Wo befindet sich der Gashahn? Das sind zwar nur grundlegende Informationen, aber wir empfehlen dennoch, diesen Fragebogen gemeinsam mit Ihren Familienmitgliedern zu besprechen.”

„Ein Notfallplan ist sehr nützlich für Sie selbst und für Rettungsdienste“

Yves Stevens, Nationales Krisenzentrum

„Diese Informationen können in einer Notsituation, wie beispielsweise bei einem Brand oder einer Überschwemmung, sehr nützlich sein. Es ist wichtig, dass Sie diese Informationen selbst kennen, aber auch den Rettungsdiensten zur Verfügung stellen können. Für diese enthält ein Notfallplan wichtige Informationen, beispielsweise darüber, wie viele Menschen möglicherweise noch vermisst werden.“

Das Nationale Krisenzentrum erwartet jedoch nicht, dass man den gesamten Notfallplan auswendig lernt. „Sie können das Dokument ausdrucken und irgendwo im Haus zur verfügbar halten, zum Beispiel am Stromkasten. Dann weiß jeder, wo er die Informationen im Notfall finden kann.“

Das Tool enthält nicht nur Fragen zu den Familienmitgliedern oder zu den Versorgungsleistungen, sondern auch dazu, welche und wie viele Haustiere in einem Haushalt leben: „Das sind sehr wichtige Informationen. Für die Feuerwehr ist es gut zu wissen, wie viele Menschen, aber auch wie viele Haustiere sich bei einem Brand im Haus befinden. Über den Notfallplan kann die Feuerwehr schnell Informationen dazur erhalten.“

Bewusstsein schaffen

Das Nationale Krisenzentrum möchte keinesfalls Panik verbreiten, sondern will die Menschen vor allem auf eine mögliche Notsituation vorbereiten, so Stevens: „Wir müssen uns der Risiken in unserer Gesellschaft bewusst sein und uns darauf vorbereiten. Leider sehen wir täglich Notsituationen.“

„In einer solchen Situation können Ihnen nicht nur die Rettungsdienste helfen, sondern Sie können sich auch selbst helfen, indem Sie die richtigen Reflexe kennen. Und einen Notfallplan zu haben, ist einer dieser guten Reflexe, die dafür sorgen können, dass die Situation begrenzt bleibt.“

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