Der Tenboschpark in der Brüsseler Gemeinde Elsene ist offiziell als Brüsseler Kulturerbe anerkannt worden. In diesem Stadtpark gibt es mehr als 400 Pflanzenarten, von denen einige in Belgien einzigartig sind, wie die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ vor einiger Zeit meldete.
Der Tenboschpark entstand als Schlossanlage der Familie Semet-Solvay, die 1885 ein Grundstück am Vleurgatsesteenweg in Elsene erwarb, um dort ein Schloss zu bauen. In den 1950er-Jahren wurde das Schloss abgerissen und durch ein moderneres Gebäude ersetzt, in dem sich heute die indische Botschaft in Brüssel befindet. Seit 1986 ist der Tenboschpark offiziell für die Öffentlichkeit zugänglich.
Obwohl der Park mit seinen 2 Hektar Umfang eher bescheiden ist, beherbergt er mehr als 400 Pflanzenarten, darunter eine große Anzahl seltener und bemerkenswerter Bäume, die in Belgien einzigartig sind. „Der Schutz des Tenboschparks garantiert, dass dieses einzigartige Stück städtischer Grünfläche für die Zukunft erhalten bleibt, sowohl als botanischer Schatz als auch als öffentlicher Raum”, erklärte Ans Persoons (Vooruit.brussels), die Brüsseler Staatssekretärin für Stadtentwicklung und Kulturerbe, in einer Pressemitteilung.
Auch die Gebäude im Park werden denkmalgeschützt
Nicht nur der Park selbst, sondern auch vier Gebäude im und um den Park herum stehen unter Schutz. Dabei handelt es sich um das ehemalige Hausmeisterhaus, ein malerisches Gartenhaus aus der Zeit um 1900, das Verwaltungsgebäude (Lariksenstraat 52) und den Werkstatt für die Gärtner.
Heute wird der Park von Leefmilieu Brussel, der regionalen Brüsseler Umweltbehörde, verwaltet. Auf der Grundlage botanischer Forschungen und Experimente werden regelmäßig neue Pflanzenarten hinzugefügt. Der Schutzstatus sorgt nicht nur dafür, dass das Kulturerbe erhalten bleibt, sondern auch, dass die ursprüngliche Dynamik und der experimentelle Geist bewahrt werden.
