Auch für Belgien werden die neuen Einfuhrzölle der USA Auswirkungen haben. Es bleibt abzuwarten, was das für den Hafen von Antwerpen-Brügge bedeutet. Die Vereinigten Staaten sind nämlich ihr zweitgrößter Handelspartner.
Importzölle in den USA: Was bedeutet das für den Antwerpener Hafen?
Die Container fliegen am Deurganckdok im Hafen von Antwerpen fast umher. Auf die Container, die in die Vereinigten Staaten transportiert werden, muss künftig eine Einfuhrsteuer von 15 % gezahlt werden.
Der Hafen von Antwerpen importiert und exportiert jedes Jahr 28 Millionen Tonnen Güter aus den und in die Vereinigten Staaten. Das sind 10 % des gesamten Güterverkehrs des Hafens. Dabei handelt es sich unter anderem um Autos, Stahl, Aluminium und chemische Produkte. Die große Frage ist, wer diese Abgabe zahlen wird. Nur mit dem Vereinigten Königreich wird mehr Handel betrieben.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres verzeichnete Belgien einen Anstieg des Handels mit den USA um 17,2 %. Es gab lange Staus von Schiffen im Hafen von Unternehmen und Reedereien, die den Abgaben noch zuvorkommen wollten. Gleichzeitig kam es seit Mai zu einem deutlichen Rückgang der Fahrzeugausfuhren aufgrund der amerikanischen Einfuhrzölle.
Jetzt geht es vor allem darum, wie es weitergehen soll. Die Auswirkungen, die das Handelsabkommen zwischen den USA und der EU auf die verschiedenen Waren und Sektoren haben wird, sind noch schwer vorherzusagen. Derzeit gibt es unterschiedliche Interpretationen des Abkommens.
