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Airbnb-Betreiber in Brüssel zu Bußgeldern und Steuernachzahlungen verdonnert

Auf Basis der von Airbnb freigegebenen Angaben und Zahlen hat das Steueramt der Brüsseler Hauptstadt-Region sowohl Bußgelder ausgeschrieben, als auch rückwirkende Steuernachzahlungen eingefordert. Dies meldeten die frankophonen Tageszeitungen L’Echo und Le Soir. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Fast 2.000 Anbieter von Airbnb-Wohnungen sind davon betroffen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Bußgelder von rund 1.000 € und um Nachzahlung der Tourismussteuer von 3 € pro Nacht und pro Person. Da der Fiskus in einer ersten Berechnung von 365 Tagen Vermietung pro Jahr ausgeht, kann das Ganze sehr teuer werden.

Die betroffenen Airbnb-Betreiber haben allerdings 31 Tage Zeit, um Belege vorzulegen, die die tatsächliche Belegung ihrer Mietobjekte beweisen. Sie können damit eine Korrektur der Steuernachzahlung einfordern.

Diese Aktion des Brüsseler Steueramtes wurde nach einem jahrelangen Gerichtsstreit mit dem Airbnb-Konzern möglich, der bis zum Europäischen Gerichtshof ging. Doch 2022 musste Airbnb der Brüsseler Regionalverwaltung die eingeforderten Angaben einreichen, wie die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ dazu meldete.

Überrascht

Zahlreiche Betroffene reagierten überrascht auf die Zahlungsforderungen. Sie verwiesen dabei auf die komplexen Brüsseler Regelungen und auf die Tatsache, dass ihre Anträge auf Legalisierung ihrer Airbnb-Mietobjekte so lange bearbeitet würden. Hier muss man eben nicht nur dem Fiskus die Tourismussteuer entrichten, sondern sein Unternehmen auch dem regionalen Arbeits- und Wirtschaftsministerium anmelden. Und dies ist mit vielen Formularen verbunden.

Dazu gehört z.B. ein städtebaulicher Beleg dafür, dass eine Wohnung auch als touristischer Aufenthaltsort genutzt werden kann und darf. Dies hat unter Umständen bauliche Maßnahmen zufolge, z.B. in Sachen Brandschutz und Notausgang.

Brüssel plant entsprechende Erleichterungen der Vorgaben, doch auf eine handlungsfähige Regionalregierung, die dies ausarbeiten kann, muss noch gewartet werden.     

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