Seit Anfang Juli streift ein neuer kleiner(er) Wolf im nördlichen Teil des Nationalparks Bosland in der flämischen Provinz Limburg umher. Das geht aus den Fußspuren hervor, die die Förster der Agentur für Natur und Wald (ANB) seit einigen Wochen in diesem Gebiet finden. Der neue Wolf wurde auch zum ersten Mal vom Wildkameranetzwerk von Natur und Wald und dem Institut für Natur- und Waldforschung (INBO) erfasst. Er wurde auch schon von Bürgern gesichtet.
Videobilder aus dem Wildkameranetzwerk: Neuer Wolf in Limburg gesichtet
Auf den Bildern ist deutlich zu erkennen, dass es sich nicht um die Wölfe Noëlle oder Maurice handelt. Diese befinden sich mit ihren Welpen in großer Entfernung und zeigen sich derzeit selten in dem Gebiet, in dem der neue Wolf gesichtet wurde.
"Der neue Wolf wurde im nördlichen Teil von Bosland gesichtet", sagt Frank van Swalm von der Agentur für Natur und Wald: "Er muss sechs Monate lang kontinuierlich in dem Gebiet beobachtet werden, bevor wir von einem ansässigen Wolf sprechen können."
Da sich dieses Tier im äußersten Norden des Territoriums des Rudels Hechtel-Eksel befindet, hat diese Feststellung vorläufig auch keine Auswirkungen auf die Abgrenzung der Risikozone für Wölfe.
Die Empfehlung von Natuur en Bos und INBO gilt weiterhin: Man soll Kleinvieh mit einem wolfssicheren Zaun sichern. Die flämische Landesregierung gewährt sowohl professionellen als auch Hobby-Schäfern Subventionen bzw. Entschädigungen, wenn Tiere von Wölfen gerissen werden. Das flämische "Wolf Fencing Team" bietet zudem maßgeschneiderte Beratung.
