Die orientalische Fruchtfliege ist erneut in Belgien aufgetaucht. Letzte Woche wurden zwei neue Exemplare in Koekelberg (Brüssel) und Antwerpen, wo wöchentlich ein Markt mit exotischen Früchten stattfindet, gefangen, Anfang dieses Monats wurde bereits eine in Sint-Jans-Molenbeek (Brüssel) gesichtet. Da die exotischen Insekten ganze Obst- und Gemüseernten befallen können, bittet die föderale Lebensmittelbehörde (FASNK) Landwirte und Verbraucher um besondere Wachsamkeit.
Orientalische Fruchtfliege auch in Koekelberg und Antwerpen entdeckt: „Könnte ganze Ernten vernichten“
Die orientalische Fruchtfliege ist ein bedeutender nicht heimischer Schaderreger an Früchten vieler verschiedener Obst- und Gemüsekulturen und zählt zu den prioritären Quarantäneschädlingen in der Europäischen Union und ist melde- und bekämpfungspflichtig,. Durch den Fraß der Larven (Maden) wird das Fruchtfleisch zerstört und die Früchte ungenießbar. Für Menschen sind die Tiere ungefährlich.
Die Orientalische Fruchtfliege (Bactrocera dorsalis) kommt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vor, aber wurde auch in andere Gebiete eingeschleppt. Sie befällt eine Vielzahl von Früchten und Gemüsen und kann erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen.
Wachsam bleiben
Die Orientalische Fruchtfliege wurde 2023 zum ersten Mal in Belgien gesichtet und wird seitdem jedes Jahr in unserem Land gemeldet. Mit diesen neuen Funden sind es bereits insgesamt13 Exemplare.
Laut Hélène Bonte von der Lebensmittelbehörde FASNK ( Förderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette) handelte es sich wahrscheinlich jedes Mal um Fliegen, die als Larven über befallenes Obst in unser Land gelangt waren: „Es handelt sich immer um ein männliches Exemplar, das auch allein ist. Es gibt also keine Anzeichen dafür, dass sich hier eine Population angesiedelt hat, aber wir müssen hier in Belgien dennoch wachsam gegenüber der Fruchtfliege sein.“
Beobachtungen melden
Aus diesem Grund bittet die FASNK Verbraucher, Erzeuger und Händler, besonders aufmerksam zu sein und gegebenenfalls Funde sofort zu melden. Dies kann über die Website waarnemingen.be oder über die kostenlose App Obsidentify erfolgen. Das Tierchen ähnelt einer gewöhnlichen Wespe, ist jedoch kleiner. Es ist vor allem das typische T-förmige Muster, das es erkennbar macht.
Auf jeden Fall wurden 30 Risikostandorte kartiert, die kontrolliert werden, und es gibt auch ganzjährige Kontrollen von importiertem Obst und Gemüse.
Im vergangenen Mai wurde auch ein bürgerwissenschaftliches Projekt gestartet, das bei der Aufspürung helfen soll, und in den kommenden Wochen wird es auch gezielte Kontrollen bei Marktverkäufern und Obsthändlern in der Region Brüssel geben.
