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Biber fühlen sich pudelwohl ... in Limburg

In Limburg, im Osten von Belgien, fühlt sich die Biberbevölkerung offensichtlich  pudelwohl. Jeder vierte Biber in Flandern lebt in der Provinz, in der die Maas die Grenze zu den Niederlanden, genauer gesagt zu Niederländisch Limburg, bildet. Der Flusspark Maasvallei und seine naturnahen Flusslandschaften haben es den Bibern angetan.

Martina Luxen
Veröffentlicht:

Im vergangenen Jahr wurden 106 Biberfamilien in der Provinz gezählt – ein Anstieg von sage und schreibe 25 Prozent gegenüber 2023. Wer einen Biber beobachten möchte, hat jetzt im Sommer die besten Chancen. Dieses Glück hatte kürzlich eine Chiro-Gruppe aus Ledegem, die in einem Ferienlager bei Maaseik, eines der typischen idyllischen Maasdörfer, verweilte.  

Der Biber nagte an einem Stück Holz. „Wir konnten mit Taschenlampen bis auf einen Meter an das Tier heran. Es blieb ruhig sitzen oder schwamm hin und her“, so die Beobachtung der Jugendlichen (Foto unten).  

Dieser Biber am Maasufer ließ sich von einer Chiro-Gruppe nicht aus der Ruhe bringen.

Dass die Chiro-Gruppe in Maaseik einen Biber sah, überrascht Frank Huysentruyt, Forscher am INBO (Institut für Natur- und Forstforschung) nicht. Der Biber entwickelt sich in Flandern sehr gut. „Bewundert die Tiere am besten aus der Ferne und lasst sie in Ruhe ihre Arbeit tun“, rät Huysentruyt, .

Rund 400 Biberfamilien in ganz Flandern gezählt 

„2024 wurden etwa 400 Territorien in Flandern gezählt – also Biberfamilien. Davon 106 in Limburg. Das bedeutet, dass jeder vierte Biber in Limburg lebt. Das ist ein Zuwachs von 25 Prozent gegenüber 2023. Es ist viel, aber es gibt noch Platz für weitere Biber, denn es gibt auch Regionen, in denen sie kaum vorkommen.“

Die meisten Biber in Limburg leben entlang der Maas. „Sie stammen hauptsächlich aus dem Maas- und Scheldebecken, wo sie vor Jahren ausgesetzt wurden. In der Region Haspengouw, im Süden der Provinz, gibt es kaum Biber, da das Habitat dort weniger geeignet ist. Ein Biber braucht Wasser mit Gehölzen entlang des Ufers – das ist in Haspengouw weniger verbreitet“, erklärt Huysentruyt.

Dieser Biber wurde im April nicht in Limburg, sondern am Strand von Bredene gesichtet.

Biber sind im Sommer aktiver

Wer selbst einen Biber sehen möchte, hat im Sommer die besten Chancen. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass die Chiro-Gruppe aus Ledegem einem Biber begegnet ist.

„Die Tiere sind am liebsten in der Dämmerung aktiv – also spätabends oder frühmorgens. Im Sommer ist es länger hell und die Dämmerung dauert länger. Deshalb ist die Chance viel größer, dass man bei einem Spaziergang einen Biber sieht. Außerdem ist die Fortpflanzungszeit gerade vorbei. Die im Mai geborenen Jungtiere sind jetzt alt genug, um nach draußen zu kommen. Es gibt also mehr Biber und mehr Stunden, in denen man sie sehen kann.“

„Biber zeigen selbst, ob sie sich gestört fühlen oder nicht. Man kann sogar ziemlich nahe an sie heran. Aber man sollte sie keinesfalls anfassen. Auch die von ihnen gebauten Dämme sollte man nicht berühren."

Biber in Zemst bei Brüssel.

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