Die Inflation in Belgien ist im Juli auf 1,92 Prozent gesunken. Das ist ein Rückgang gegenüber den 2,15 % im Juni. Damit liegt die Teuerungsrate erstmals seit Januar 2024 wieder unter der Marke von 2 %. Das teilte das belgische Statistikamt Statbel am Mittwoch mit. Im Juni war die Inflation erstmals seit fünf Monaten wieder leicht angestiegen.
Die Inflationsrate misst, wie stark die Preise für Waren und Dienstleistungen innerhalb einer Volkswirtschaft steigen. Grundlage ist der Verbraucherpreisindex, der die Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs abbildet. Dieser stieg im Juli um 0,66 Punkte bzw. 0,49 % auf 135,36 Punkte.
Flugreisen treiben Preise – Auslandsreisen dämpfen
Besonders stark verteuerten sich im Juli:
Flugtickets: +36,5 %
Hotelübernachtungen: +12,8 %
Kraftstoffe: +2,4 %
Fleisch: +1,0 %
Inlandsreisen: +11,2 %
Restaurant- und Cafébesuche: +0,5 %
Strom: +1,1 %
Dämpfend auf den Index wirkten hingegen:
Auslandsreisen und Städtetrips: –3,4 %
Gesundheitsindex und Kerninflation ebenfalls rückläufig
Auch der sogenannte Gesundheitsindex, der Produkte wie Alkohol, Tabak und Kraftstoffe ausschließt, sank – von 2,37 % im Juni auf 2,08 % im Juli. Dieser Index ist entscheidend für die automatische Anpassung von Löhnen im öffentlichen Dienst und Sozialleistungen. Der nächste Schwellenwert für eine Indexierung liegt bei 133,28 Punkten. Der gleitende Durchschnitt des Gesundheitsindex lag im Juli bei 132,29 Punkten.
Die Kerninflation, die Energiepreise und unverarbeitete Lebensmittel ausklammert, fiel ebenfalls – von 2,63 % im Juni auf 2,36 % im Juli.
