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Tomorrowland blickt auf erfolgreiche und bewegte Wochenenden zurück: „Froh, dass der israelische DJ selbst abgesagt hat“

Nach zwei intensiven Wochenenden zieht die Organisation des belgischen Mega-Festivals Tomorrowland eine gemischte Bilanz: Erfolgreich, aber auch geprägt von Herausforderungen, darunter der Brand der Hauptbühne, die Einführung der Mehrwegbecher und die Kontroverse um den israelischen DJ Skazi.

Studio Brussel Martina Luxen
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Die zwei Wochenenden von Tomorrowland 2025 werden für immer als die Ausgabe mit der abgebrannten Mainstage in die Geschichte eingehen. Auf beeindruckende Weise hat das Festival eine neue, kleinere Hauptbühne gebaut. Gleichzeitig gab es Kritik an den stark brennbaren Materialien des ursprünglichen Podiums. Welche Lehren zieht Tomorrowland aus diesem Vorfall?

„Wir führen nach jeder Ausgabe ohnehin eine kritische Selbstbewertung durch – über uns und durch uns selbst“, sagt Debby Wilmsen, Sprecherin des Festivals: „Auch diesmal haben wir viel gelernt, vor allem, dass wir gemeinsam stark geblieben sind und als Team nach außen getreten sind. Das war nur möglich, weil wir es gemeinsam gemacht haben – natürlich auch mit Unterstützung der Behörden.“

Politische Spannungen: Auftritt von DJ Skazi abgesagt 

Für Aufsehen sorgte die geplante Performance des israelischen DJs Skazi, die nach Protesten schließlich aus Sicherheitsgründen abgesagt wurde.  „Wir sind froh, dass er diese Entscheidung selbst getroffen hat“, so Wilmsen:„Es gab viel Unruhe, auch unter unseren Mitarbeitenden. Wir wollen nicht, dass sich jemand unwohl fühlt.“

Trotz der Absage erhielt das Festival weiterhin wütende Nachrichten – sowohl von pro-palästinensischen als auch von pro-israelischen Stimmen.  „Wir wollen kein politisches Festival sein. Alle sollen sich sicher und respektiert fühlen – und gemeinsam feiern. Und das haben wir auch gesehen: Menschen mit palästinensischen und israelischen Flaggen haben gemeinsam getanzt.“

Tomorrowland-Sprecherin Debby Wilmsen

Gesundheitsversorgung und Sicherheit 

Im zweiten Festivalwochenende wurden über 3.000 medizinische Behandlungen registriert (vergleichbar mit dem ersten Wochenende).  Die häufigsten Beschwerden: Dehydrierung, Verstauchungen, Knochenbrüche, Insektenstiche und Allergien. 41 Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Nur 1,41 Prozent der Behandlungen standen im Zusammenhang mit Drogenkonsum.

Nachhaltigkeit: „Smarte“ Mehrwegbecher

Erstmals setzte Tomorrowland auf ein System mit intelligenten Mehrwegbechern – mit Erfolg.  „Die Besucher nutzen die richtigen Mülleimer, die Rückgabe funktioniert gut, und das Feedback ist positiv“, so Wilmsen.  Im Vorjahr hatte das Festival wegen Verstößen gegen die Mehrwegpflicht noch eine Geldstrafe erhalten.

Bis zum 22. August muss das gesamte Festivalgelände vollständig zurückgebaut sein. Auch das verbrannte alte Hauptpodium wird entfernt.

Die Planungen für 2026 laufen bereits – ob das neue Design eine Anspielung auf das abgebrannte Podium enthält, bleibt offen.

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