Was den Münchnern das Oktober Fest sind den Gentern wohl die Gentse Feesten – auch wenn die letzteren im Juli stattfinden und nur zehn Tage dauern. Viele sehnen das Volksfest herbei, viele sind aber auch froh, wenn es wieder vorbei ist. In den vergangenen zehn Tagen kamen rund 1,6 Millionen Besucherinnen und Besucher nach Gent – etwas weniger als im Vorjahr.
10 Tage Gentse Feesten: 1,6 Millionen Besucher, 215 Tonnen Müll und 91 Schlägereien
Die Stadt zieht Bilanz, und insgesamt liegen die Zahlen im Bereich des Vorjahres. Insgesamt wurden 1.595.000 Besucher gezählt – 115.000 weniger als im Vorjahr.
Das Müllentsorgungsunternehmen Ivago sammelte bis einschließlich letzten Freitag 215 Tonnen Abfall – mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. „Das liegt teilweise an den Streikaktionen zu Beginn des Volksfestes und teilweise daran, dass mehr selektiver Müll auf den Plätzen und bei Essensständen eingesammelt wurde“, heißt es.
91 Schlägereien und 15 Festnahmen
Während der Gentse Feesten gab es insgesamt 91 Schlägereien. Eine größere Auseinandersetzung ereignete sich noch am Sonntag auf dem Korenmarkt. „Bei einer kleineren Schlägerei wurde jemand festgenommen, woraufhin sich die Menge gegen die Polizei wandte und mit Gegenständen warf“, berichtet die Polizei. 15 Personen wurden vorübergehend festgenommen. „Die Ruhe kehrte danach schnell zurück.“
Die Zahl der Schlägereien sei nicht gestiegen, so die Polizei, die insgesamt zufrieden ist. „Wir hatten gut zu tun.“ Ein klares Täterprofil gebe es nicht: „Jung, alt, Mann, Frau …“
Weitere Zahlen
444 Wildpinkler wurden erwischt
248 Verkehrsverstöße wurden geahndet
94 Autos wurden abgeschleppt
625 verlorene Gegenstände wurden abgegeben
Das Meldepunkt für grenzüberschreitendes Verhalten erhielt 51 Meldungen – etwas weniger als die 55 im Vorjahr. Davon betrafen 19 Fälle sexuelles Fehlverhalten.
Die Feuerwehr musste insgesamt „nur“ 34 Mal ausrücken – etwa wegen Mülltonnenbränden, technischen Einsätzen (z. B. Personen in Aufzügen) oder zur Unterstützung des Rettungsdienstes.
Das Rote Kreuz versorgte 2.292 Besucher – etwas mehr als im Vorjahr. Meist handelte es sich um kleinere Verletzungen wie Schürfwunden. 174 Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Es gab 32 Beschwerden wegen Lärmbelästigung, 12 weniger als im Vorjahr. 9 Protokolle wurden wegen Überschreitung der Lärmgrenzwerte erstellt.

