Benutzer eines Metallsuchgeräts, auch Sondler genannt, haben im Weiler 't Hasselt in Bree (Provinz Limburg) mehrere historische Gegenstände ausgegraben. Zu den Funden gehören eine römische Brosche, mehrere Silbermünzen aus Böhmen aus dem 15. Jahrhundert sowie ein verrosteter Revolver aus dem 19. Jahrhundert. Insgesamt wurden 378 Objekte inventarisiert, von denen ein Großteil analysiert wird, um ihre Herkunft und ihren historischen Wert zu bestimmen.
Mit Metallsuchgeräten entdecken Hobbyarchäologen römische Brosche, Münzen aus dem 15. Jahrhundert und Revolver
„Es wurden mehrere bemerkenswerte Objekte entdeckt“, erklärt Amine Beldjoudi vom Verein Metaalstrijd. „Die meisten stammen aus dem 18. Jahrhundert, aber es gibt auch einige ältere Stücke, darunter römische und keltische Münzen sowie eine römische Brosche, mit der ein Mantel oder eine Toga befestigt wurde.“
Es wurden auch Silbermünzen aus dem 15. Jahrhundert entdeckt, die aus Böhmen stammen. „Diese Münzen waren in dieser Region wenig verbreitet, was Aufschluss über die Handelswege der damaligen Zeit gibt“, fügt Amine Beldjoudi hinzu.
Eine weiterer bemerkenswerter Fund ist ein vollständiger Revolver aus dem 19. Jahrhundert.
„Das sind wirklich besondere Fundstücke“, betont Katrien Bollen, Kulturerbe-Expertin bei der Regionaal Landschap Kempen en Maasland.
„Und es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie so viele Menschen gemeinsam über die Felder gehen und den Boden absuchen. Innerhalb weniger Stunden kann eine sehr große Fläche abgesucht werden.“
Von der illegalen Schatzsuche zur historischen Forschung
„Früher wurden Nutzer von Metallsuchgeräten oft als illegale Schatzsucher angesehen, die nachts auf der Suche nach versteckten Gegenständen herumwühlten“, erklärt Katrien Bollen.
„Heute sieht die Realität ganz anders aus: Wir arbeiten aktiv mit Experten zusammen, um Funde zu kartografieren und die lokale Geschichte zu rekonstruieren.“ Der Verein Metaalstrijd arbeitet ausschließlich mit Nutzern zusammen, die von der flämischen Denkmalschutzbehörde (Agentschap Onroerend Erfgoed) offiziell anerkannt sind.
„Wir sind derzeit die einzige Organisation, die Ausgrabungstage mit Experten der Uni Löwen (KU Leuven) und Archäologen organisiert“, erklärt Amine Beldjoudi. „Jeder Teilnehmer muss seine Funde einem Expertenteam vorlegen, wo sie registriert, fotografiert und analysiert werden.“
So können die Forscher eine genaue Karte der regionalen Funde erstellen und die Objekte den Findern überlassen, sofern der Grundstückseigentümer seine Zustimmung gibt, wie es in Bree der Fall war.
Die Initiative war Teil eines betreuten Sondlertages, bei dem auch fast 8 Tonnen Müll gesammelt wurden – ein Beweis dafür, dass diese von der Geschichte Begeisterten auch zur Erhaltung des natürlichen und archäologischen Erbes beitragen.




