Das Antwerpener Hiphop-Duo Blackwave. hat am Mittwoch gemeinsam mit der Hilfsorganisation Oxfam eine neue Single veröffentlicht, um auf die humanitäre Krise im Gazastreifen aufmerksam zu machen. Der Song trägt den Titel Nothing left to lose. Auf ihrer Website ruft die Band zu konkretem Handeln auf.
Hiphop-Duo Blackwave. und Oxfam veröffentlichen Song, um Menschen in Gaza zu unterstützen
Blackwave. besteht aus Jean Atohoun und Willem Ardui. Ihre Musik verbindet Hiphop mit Soul, Funk, Jazz und Pop. Ihr letztes Album No Sleep in LA erreichte 2022 Platz 1 der belgischen Ultratop 200. Am 15. August treten sie beim Festival Pukkelpop auf.
Den neuen Song hält das Hiphop-Duo bewusst unkonventionell: Nach etwa einer Minute Musik wird diese ausgeblendet und es folgt eine eindringliche Botschaft der beiden Musiker:
„Keine Sorge, dein Radio ist nicht kaputt. Wir sind Willem und Jean von Blackwave. Du hast gerade einen Teil unserer Comeback-Single gehört. Aber es fühlt sich nicht richtig an, jetzt im Rampenlicht zu stehen. Stattdessen wollen wir auf den Genozid in Gaza aufmerksam machen. Nutze deine Stimme gegen das Unrecht in Palästina. Geh auf oxfam.be/speakupforpalestine und mach mit.“
Musik als politisches Statement
In der Radiosendung De Ochtend auf Radio 1 erklärten Atohoun und Ardui am Mittwochmorgen, zusammen mit Cathérine De Bock, Expertin für humanitäres Völkerrecht bei Oxfam, warum ihre Comeback-Single so klingt: „Wir hatten den Song schon länger in der Schublade. Aber wegen der Lage in Gaza fühlten wir, dass wir unsere Plattform nutzen müssen“, so Ardui.
Der Song soll auch live gespielt werden – etwa bei Pukkelpop. Damit reiht sich Blackwave. in eine wachsende Zahl von Künstlerinnen und Künstlern ein, die sich öffentlich mit Gaza solidarisieren – wie zuletzt Pommelien Thijs bei Rock Werchter.
Keine Angst vor Gegenwind
Dass es Kritik geben könnte, ist dem Duo bewusst. „Aber das ist uns ehrlich gesagt egal“, sagt Ardui: „Die Situation in Gaza ist wichtiger. Wir wollen zeigen, dass man als Künstler etwas bewirken und andere zum Handeln ermutigen kann.“
Auf ihrer Website teilen sie eine Liste konkreter Initiativen, darunter auch Boykottaufrufe gegen Unternehmen, die Israel aktiv unterstützen.
Für Oxfam ein starkes Signal der Solidarität
Oxfam-Beraterin Cathérine De Bock betont die Wirkung solcher Aktionen: „Viele Menschen fühlen sich ermutigt, wenn bekannte Persönlichkeiten sich äußern. Das gibt Kraft – auch unseren Kolleginnen und Kollegen in Gaza, die unter extremen Bedingungen arbeiten und leben.“
